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Blog, 01.10.2009
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Donnerstag, 01.10.2009
Von Geburtstagsfeiern und Wiesnschmankerln
Und wieder steht ein Geburtstagsfest ins Haus: unser Sohn feiert seinen achten Geburtstag. Wie der Rest der Familie sage auch ich: „Wie die Zeit vergeht… Eben war er noch so klein und putzig und nun wird er schon acht.“ Gut, putzig finde ich ihn noch immer, aber von ‚klein’ kann nicht mehr die Rede sein.
Bereits vor Wochen, nein Monaten, begann ich mir Gedanken zu machen, wie wir diesen Geburtstag gestalten könnten. Ich habe viel recherchiert und habe – ganz ehrlich – tolle Ideen bekommen, wie man den Kindergeburtstag mal ‚anders’ feiern könnte. Das Fest soll doch etwas Besonderes sein, etwas, woran die Kinder noch lange denken, etwas Aufregendes und Spannendes. Nachdem wir jahrelang zu Hause gefeiert haben – wir veranstalteten die klassischen Kindergeburtstage mit Spielen, Kasperltheater, Kinderolympiaden, Fußballspielen und so weiter – feierten wir im letzten Jahr erstmals außer Haus. Wir fuhren in die „Socca Five Arena“ im Münchner Olympiapark, einer großen Halle mit mehreren Indoor-Fußballfeldern. Das Fest war ein Erfolg!
Und in diesem Jahr habe ich nach reiflicher Überlegung beschlossen, die Party mit einem Abendessen zu beginnen und anschließend mit den Kindern in die Volkssternwarte zu fahren. Allein die Tatsache, dass sie erst abends feiern dürfen, wenn es Nacht und duuuunkel wird (huuuhuuuu, wie gruselig!), und sie normalerweise längst schlummern müssten, macht die Sache natürlich schon im Vorfeld äußerst spannend. Tja, und zur Bildung trägt das Ganze, ganz nebenbei erwähnt, auch noch bei.
Klar, ich hätte auch mit der Horde auf die Wiesn gehen können, aber hinterher wäre ich wahrscheinlich ein nervliches Wrack und könnte außerdem Konkurs anmelden. Nein, das wird der Junior wahrscheinlich später selbst machen…
Apropos ‚Wiesn’: letzte Woche hatte ich ja kein Rezept vorstellen können. Dies wird hiermit nachgeholt. Ein Wiesnrezept soll es sein, dachte ich mir. Ein bayerisches Schmankerl, das es in den Bierzelten gibt. Den Obatzda, den Griebenschmalz und die Brezn habe ich ja hier schon vorgestellt. Doch den bayerischen Schweinebraten hatten wir hier bisher noch nicht. Also beschloss ich, meine Familie mit diesem zu beglücken. Leider waren Mann und Kinder so hungrig, dass ich nach der Fertigstellung keine Zeit mehr hatte, das schöne Stück zu fotografieren. Ehe ich mich versah, lag ein Großteil des Bratens auf den Tellern und wurde genüsslich verspeist. Doch dann kam mir die Idee, am nächsten Tag eine Brotzeit zu machen – und zwar mit einer Brotzeitplatte, auf der ich neben Obatzda, Essiggurken, Wurst, Käse, Tomaten, Radieserl und Meerrettich auch den aufgeschnittenen kalten Schweinebraten legte. Ja, und kurze Zeit später war alles verputzt… von kleinen sechs- bis fast-achtjährigen Räubern…
Bayerischer Schweinebraten
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2
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kg
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Schweinschulter mit Schwarte
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Zubereitung
1.
Schweinschulter mit Schwarte mit Salz, Pfeffer, Kümmel und Knoblauch kräftig würzen und einreiben. Mit der Schwarte nach unten auf Zwiebeln, mittelgroß, geviertelt setzen. Das Ganze mit Wasser angießen und etwa 30 – 40 min bei 160°C im Ofen garen, bis die Schwarte geschmeidig ist. Jetzt die Schwarte rautenförmig einschneiden, etwa alle 0,5 cm. Nun den Braten im Ofen, bei 120°C behutsam fertig garen (dauert ca. 2,5 Stunden).
Tipp: Keine Heißluft verwenden, denn sonst trocknet zu sehr aus.
Dabei immer wieder etwas vonSalvator-Bier o.ä. darüber gießen. Auch etwas Wasser übergießen. Das Ganze muss immer feucht sein.
Das Fleisch ist gar, wenn beim Einstechen mit einer Nadel fast klarer Fleischsaft austritt .
2.
Jetzt aus dem Ofen nehmen und mindestens 30 Minuten ruhen lassen.
Falls Sie ein Fleischthermometer besitzen: die Kerntemperatur sollte 70°C betragen.
3.
Für die Soße nun den Bratensatz mit Bratengrundsoße auffüllen, 30 Minuten köcheln lassen. Soße passieren und mit den genannten Gewürzen sowie Bier würzig abschmecken.
4.
Braten krusten
Braten jetzt zum Krusten für etwa 15 - 20 Minuten bei starker Hitze 230°C in den Ofen schieben. Die gewünschte und begehrte Kruste entsteht erst jetzt.
Tipp: Wenn der Schweinebraten nicht vollständig verspeist wird, so eignet er sich wunderbar aufgeschnitten auf einer Brotzeitplatte (siehe Foto)