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11.05.2011
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Mittwoch, 11.05.2011
Die Sache mit der Kalbsleberwurst
Wir sind in der Küche und ich packe meine Einkäufe aus. Pia ist schrecklich müde und quengelig. Eine halbe Stunde zuvor ist sie auf der Treppe gestürzt und hat sich leicht verletzt. Das trug nicht gerade dazu bei, dass sich ihre Stimmung besserte.
Sie nimmt die Leberwurst, die ich gekauft habe, und beäugt sie.
Ich nehme sie ihr aus der Hand und lege sie in den Kühlschrank, Daraufhin fängt Pia mit weinerlicher Stimme an, an ihrem Leben zu zweifeln: „Erst falle ich die Treppe runter und jetzt nimmst Du mir einfach die Wurst weg.“ Sie schluchzt.
Da ich weiß, was mir blüht, wenn ich nicht sofort reagiere, handle ich dementsprechend. Ich eile schnell zum Kühlschrank, hole die Wurst wieder heraus und drücke sie ihr in die Hand.
Sie schaut sie ganz genau an und liest die Aufschrift: „K a l b s l e b e r w u r s t.“
Schweigen.
Dann bricht sie in Tränen aus.
„Das ist ja sooo fies. Die armen, armen Lämmchen.“
„Aber, Pia….“
„Wenn du ein Lämmchen wärest, dann würdest du auch nicht wollen, dass man aus dir Streichwurst macht.“
Sie heult Rotz und Wasser. Immer wieder wirft sie weinend den Kopf auf die Tischplatte, ihre kleinen Fingerchen umklammern die Streichleberwurst und mit der anderen Hand trommelt sie – zusammen mit ihrem Kopf – ebenfalls auf den Tisch. Sie kann sich kaum beruhigen.
„Aber, Pia, das….“
„Ja, ihr seid alle so fies – ihr esst Streichwurst. Und die armen Lämmchen werden dafür getötet.“
„Pia, das sind keine Lämmchen, sondern Kälber – von den Kühen.“
Sie sieht mich mit großen Augen an.
Dann jault sie wieder auf – wie eine Sirene.
„Die Kälbchen, die armen Kälbchen. Sie werden für die Streichwurst umgebracht!“
Wieder wirft sie weinend den Kopf auf die Tischplatte.
„Und das alles nur, wegen so einer doofen Leberwurst! Ich ess’ nie wieder Leberwurst!“
Ich reiche ihr ein Taschentuch – mehr kann ich im Moment nicht tun.
Sie schnäuzt einmal kräftig, ehe sie ihren Tränen wieder freien Lauf lässt.
„Die Kühe sterben bald aus, nur, weil alle sie aufessen.“
Sie flennt.
„Alle Welt will sie immer nur essen, die Kälbchen, und dann sterben sie aus und DU bist schuld!“
Sie deutet auf mich. Ich sehe mich um, in der Hoffnung, sie könnte jemand anderen meinen. Aber da ist niemand. Sie meint tatsächlich mich! Ich esse nie Streichwurst! Nur Salami.
„Warum denn, Maus?“
Sie ignoriert meine Frage.
„Ich esse so was niiiiiie wieder!“
Sie schmeißt die Leberwurst durch die Küche. Ich hebe sie auf und lege sie in den Kühlschrank.
Madam beschließt, sich in ihrer Trauer zurückzuziehen und geht ins Bett. Jetzt gehört Timo die Streichwurst ganz allein – zumindest bis morgen.
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Nein, heute stelle ich kein Rezept für eine Streichwurst vor. Ganz ehrlich - ich weiß gar nicht, wie das geht.... Aber unter uns: ich habe ein Rezept für eine vegetarische Streichwurst in petto. Obwohl sich "vegetarisch" und "Wurst" eigentlich widersprechen. Aber das wird vorher erst getestet, bevor ich es präsentiere.
Nein, heute stelle ich ein tolles Rezept für ein Buffet vor. Und nicht nur das - es ist schnell gemacht, schmeckt sehr gut und macht auch optisch einiges her: die Spinat-Lachs-Rolle.
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250
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g
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Spinat
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Zubereitung:
1.
Die Eier verquirlen und anschließend mti dem Spinat vermengen. Etwas Salz und Pfeffer darüber geben. Backblech mit Backpapier auslegen und die Masse aus Spinat und Eiern gleichmäßig darauf verteilen.
2.
Geraspelten Käse darauf verteilen und das Ganze 20 min bei 180°C Ober- und Unterhitze backen. Abkühlen lassen.
3.
Kräuterfrischkäse auf die abgekühlte Spinat-Ei-Käse-Masse verteilen. Dann den Lachs auf den Frischkäse geben und das Ganze vorsichtig zusammenrollen. In eine Alufolie packen und für ca. 8 Stunden in den Kühlschrank legen.