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18-01

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18.01.2012

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Mittwoch, 18.01.2012

Futterneid

Futterneid gibt es nicht nur bei Tieren. Nein, Futterneid gibt es auch bei Menschen. Vor allen Dingen bei kleinen Menschen. Bei kleinen achtjährigen Menschen. Meine Tochter ist so ein Beispiel. Sie isst beziehungsweise futtert alles, was ihr über den Weg - oder besser: auf den Teller - kommt. Und alles ist lecker, alles ist fein, alles schmeckt toll! Während wir beim Essen sitzen schweift ihr Blick über die anderen Teller und messerscharf wird sofort eruiert, wer von den Mitessern mehr zugeteilt bekommen haben könnte. Ja, und dann wird gemault. „Der Timo hat viel mehr als ich“, jammert das Persönchen. Und er widerlegt es sofort, indem er seinen Teller an ihren rückt, fachmännisch darauf blickt und dann wissenschaftlich erklärt: „Nein, du hast mehr.“ Er zieht besagtes Objekt wieder zurück, um genussvoll weiter zu essen. Meine Tochter blickt wieder auf ihren Teller und anschließend auf meinen. Und dann - aufgepasst! – passiert das, was meinen persönlichen, eigentlich völlig unausgeprägten Futterneid ankurbelt. Sie sagt: „Mama, darf ich mal bei Dir probieren?“ Normalerweise würde ich sagen: „Aber natürlich, Schatz.“ Doch in diesem Fall ist das anders. Wenn ich das zulasse, ist in kürzester Zeit nichts mehr für mich übrig. Hinzukommt, dass wir beide exakt das Gleiche auf dem Teller haben – weswegen also probieren? Meine Tochter erkennt meinen widerwilligen Blick, ignoriert diesen jedoch. „Mama, darf ich bitte mal probieren?“
Die Höflichkeitsform dieses Satzes bringt meinen Vorsatz ins Wanken. Sie hat „bitte“ gesagt. Meine Tochter hat „bitte“ gesagt. Nun gut, ich will nicht so sein. Ich lasse sie probieren. Und ich bereue meine Großzügigkeit bereits nach wenigen Sekunden, als ich sehe, wie sie mein Essen in sich hineinschaufelt. Nachdem sie ihre Gabel oder ihren Löffel zurückgezogen hat und sich wieder ihrem Essen widmet, befindet sich auf meinem Teller nur noch ein armseliges Häufchen. Timo blickt mich mitleidig an – er kennt das. Großzügig bietet er mir etwas von sich an. Aber ich winke ab – ein Brot tut es ja auch. Und außerdem, meine Figur… an die sollte ich auch denken. Bald geht ja die Bikinisaison wieder los…


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Heute stelle ich einen Salat vor - einen kalifornischen Salat mit Spinat und Ziegenkäse. Ein echter "Renner" unter den Salaten: würzig, knackig, aromatisch. Und Spinat gibt es ja derzeit überall.


Spinatsalat mit gebratenem Ziegenkäse


Zutaten für vier Personen:

4
200
1
1
500
1

1
1 1/2
1
etwas
etwas
4


ml
TL
TL
g
TL

TL
EL



Scheiben

Ziegenkäsetaler
Olivenöl

Thymian, frisch gehackt
Rosmarin, frisch gehackt
frischer Spinat
Dijon Senf

Estragon, frisch gehackt
Rotweinessig
Ei
Salz
Pfeffer
Frühstücksspeck


Zubereitung:

1.
Die Ziegenkäsetaler in eine flache Schale legen und 80 ml Olivenöl mit Thymian und Rosmarin vermischen und über den Käse träufeln. Die Schale mit Folie abdecken und für ca. 12 Stunden in den Kühlschrank geben. Zwischendurch den Käse einmal wenden.

2.
Spinat verlesen, waschen und trockenschleudern und in eine Salatschüssel geben. Den Dijon Senf mit Estragon und Rotweinessig vermischen und das Eigelb unterschlagen. Unter ständigem Rühren nach und nach das restliche Olivenöl zugeben. Das Dressing mit Salz und Pfeffer abschmecken, über den Salat geben und untermischen.

3.
Den Salat auf vier Tellern anrichten. Den Frühstücksspeck in einer Pfanne ohne Fett knusprig braten, anschließend abkühlen lassen. 4 EL von dem Olivenöl aus der Ziegentaler-Schale abnehmen und in einer Pfanne erhitzen. Die einzelnen Käsestücke in dem Öl auf beiden Seiten kurz anbraten und je einen Taler auf jede Salatportion geben. Den Frühstücksspeck grob zerbröseln und zum Schluss über den Salat streuen. Servieren.




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