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Blog, 18.03.2010
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Freitag, 18.03.2010
Und dann war da noch die Sache mit der Spülmaschine
Unsere Spülmaschine ist kaputt! Und zwar schon seit gestern Abend. Das ist nicht nur schlimm, das ist TRAGISCH! Ich brauche meine Spülmaschine wie die Luft zum Atmen. Nun kommen aus meiner Umgebung so lapidare Vorschläge wie: „Dann musst du eben spülen.“
Wie, ich muss spülen? Ich kann ohne meine Spülmaschine nicht spülen! Meine Minna – so heißt sie - und ich sind eins. Wir gehören zusammen wie Himmel und Erde, wie eineiige Zwillinge.
Und nun steht auf ihrem kleinen Display die Fehlermeldung: C3. Was heißt C3??? In meiner Verzweiflung setze ich mich sofort an den Computer und suche im Internet nach der Erläuterung der Fehlermeldung. Die Antwort lautet: „Wasserschutzsystem ist angesprochen“. Aha!!! Wer sagt’s denn? Das Wasserschutzsystem ist also angesprochen….
Und was soll das heißen?!?
Ich suche weiter in Foren. Hier finde ich ebenfalls Antworten. Der Schlauch könnte verstopft sein. Oder der Abfluss. Oder irgendein Teilchen ist verschmutzt… oder….oder…
Auf jeden Fall kann frau dies nicht selbst reparieren – ein Mann muss her. Am Besten der eigene, doch der ist immer beruflich unterwegs. Das heißt, er kann sich frühestens am Wochenende damit beschäftigen.
Gut, ich habe drei Möglichkeiten:
Die erste wäre, ich könnte meine Nachbarn fragen, ob sie mein Geschirr zu einem Spülgang einladen.
Oder aber – das ist die zweite Option – ich lasse alles einfach stehen, bis die Maschine wieder funktionstüchtig ist. Das ist aus Platzmangelgründen allerdings nur schwerlich umzusetzen.
Ja, und zu guter Letzt – und das ist die traurigste Lösung (zumindest für mich): ich füge mich meinem Schicksal und spüle.
Wie schrecklich! Während ich darüber nachdenke, fällt mir auf, wie viel Geschirr wir täglich benützen. Den Kindern habe ich zwar beigebracht, am Tisch nicht zu schmatzen, nicht zu kleckern, nicht zu sprechen, wenn der Mund voll ist, und kein Bäuerchen zu machen. Aber ich vergaß, ihnen beizubringen, dass man sich nicht wegen jedem Schluck einen neuen Becher aus dem Schrank holt. Ich hoffe, ich kann diesen Punkt in unserer Erziehung noch ergänzen. Und zwar bis heute Mittag. Das würde mir bereits das Abspülen von - sagen wir mal - sechs bis acht Bechern am Tag ersparen.
Ich überlege weiter....
Was könnte ich kochen, um im Nachhinein möglichst wenig Geschirr mit möglichst wenig Aufwand abspülen zu müssen?
Suppen! Genau! Suppenteller sind schnell abgewaschen. Auch der Suppenkochtopf spült sich leicht. Nichts klebt, nichts bleibt daran haften. Anders wäre es bei Käsespätzle (oder Kasspatzn, wie der Bayer sagt). Da wäre das Abspülen eine Tortur. Zuerst den Spätzlehobel und dann den Kochtopf. Ja, und hinterher die Pfanne, das Geschirr und das Besteck. Wer Käsespätzle selbst gemacht hat, weiß, wovon ich rede. Also, eines ist klar: solange die Spülmaschine nicht funktioniert gibt es keine Spätzle.
Im Geiste bewerte ich nun die Gerichte nach dem 'Abspülfaktor'. „1“ bedeutet „sehr leicht abzuwaschen“, „2“ „es geht so“ und „3“ heißt „ein ganz schwieriger Abspülfall“.
Entsprechend werde ich meine Einkäufe tätigen. Ich kaufe ein für Nudelsuppe, Hühnersuppe, Gulaschsuppe, Thaisuppe oder Tomatensuppe. Oder es gibt eine Brotzeit.
Während ich so grüble, blicke ich auf einen Berg von abwaschwilligem Geschirr auf meiner Küchentheke.
Und plötzlich habe ich eine Eingebung: es hätte mich auch schlimmer treffen können! Zum Beispiel wenn meine Emma – das ist unsere Waschmaschine – das Zeitliche gesegnet hätte. Dann müsste ich jetzt Wäsche waschen. Und zwar jede Menge, denn ich habe auch vergessen, meinen Kindern beizubringen, sich nicht mehrmals am Tag umzuziehen. Und dann beginne ich, glücklich über die Tatsache, dass die Waschmaschine noch funktioniert, zu spülen.
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Gestern habe ich – als meine Minna noch fröhlich vor sich hin ‚schnurrte’ – für drei Mittagsgäste ein asiatisches Menü vorbereitet. Darunter auch einen Thai-Gemüse-Salat. Und diesen Thai-Gemüse-Salat möchte ich heute vorstellen.
Er hat übrigens nicht nur sehr fein geschmeckt, nein, – und diesen Punkt sollten diejenigen, deren Spülmaschine nicht funktioniert, ganz besonders beachten: sowohl das Geschirr, als auch die Salatplatte lassen sich hinterher ganz leicht abspülen (Abspülfaktor 1!).
Frischer Thai-Gemüse-Salat
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2
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Stängel
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Zitronengras (nur der weiße Teil)
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Zubereitung
1.
Zitronengras (nur der weiße Teil) in ca. 3 cm lange Stücke schneiden und mit Wasser und Ingwer in einen Kochtopf geben und erhitzen.
2.
Zuckerschoten abspülen und putzen, indem man die Enden abschneidet oder abbricht und dann die Fäden an den Seiten entfernt. Paprika in Streifen schneiden. Frühlingszwiebeln in Streifen schneiden.
3.
Die Frühlingszwiebeln, die Zuckerschoten, den Paprika, Brokkoli und frische Baby-Maiskölbchen in das kochende Wasser geben und zwei Minuten darin kochen. Abtropfen lassen und in Eiswasser tauchen, dann wieder abtropfen lassen. Den Ingwer und die Zitronengrasstücke entfernen.
4.
Honig mit heißem Wasser vermischen und süße Chilisauce, Limettensaft und geriebene Limettenschale in einer kleinen Schüssel gut mischen. Gemüse in einer Schüssel oder auf einer Salatplatte anrichten und die Sauce darüber geben und vorsichtig vermengen.
Frische Korianderblätter über den Salat streuen.
Tipp: auch gefrorene Korianderblätter sind möglich, sehen aber nicht so schön aus, da diese am Besten klein hacken und in die Sauce geben.