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19-06

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19.06.2011

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Sonntag, 19.06.2011

Homemade

Es ist einfach so: wenn man irgendwo eingeladen ist und man bekommt etwas – beispielsweise einen Prosecco mit Holundersaft – und erfährt, dass besagter Holundersaft selbst gemacht ist, ja, dann schmeckt es doch gleich besser.
Ich weiß gar nicht, ob nach dieser Aussage die Wahrnehmung getrübt ist oder ob besagter Sirup tatsächlich intensiver und leckerer schmeckt? Auf jeden Fall ziehe ich selbst gemachte Produkte aus der Küche jedem noch so exklusiven, gekauften Artikel vor. Bin ich anspruchsvoll? Ja, wahrscheinlich schon. Meine Kinder auch. Habe ich doch unlängst meinen Nachwuchs bei einem Gespräch mit Freunden belauscht.
„Wollen wir ein Eis?“
Die Antwort war klar: „Uuuui ja!“
„Dann frag ich mal die Mama, ob sie uns eines macht.“
„Wie? Sie macht ein Eis?“
„Ja, meine Mama macht alles selber“, hörte ich ein stolzes Stimmchen. „Wollen wir ein Banana-Cookies-Eis? Des mag ich am liebsten. Oder Erdbeer-Eis?“
„Wir kaufen immer nur Eis...“
„Aber das schmeckt doch auch gut“, meint meine Tochter mitleidig.

Mittlerweile gibt meine 1l-Eismaschine gar nicht mehr so viel her, wie Zwerge anstehen und auf eine Kugel Eis warten. Ich denke über eine Neuanschaffung nach – eine größere Eismaschine. Vielleicht könnte ich ein zweites berufliches Standbein aufbauen: Eismann – oder besser: Eisfrau – unten am See. Oder vor unserem Haus, denn da trotten die ganzen Spaziergänger Richtung See vorbei und wären sicher beglückt, wenn sie sich mit einer Kugel Eis stärken könnten. Ach, und wenn ich sowieso schon dort stehe, dann verkaufe ich doch gleich Kuchen. Vielleicht auch Kaffee? Oder mache eine kleine Snack-Bar auf? Ich bin sicher, der Laden läuft, sobald die Sonne rauskommt. Wir hätten auch einen Carport – da wären die Gäste sogar geschützt, wenn es regnet. Und ich hätte jede Menge kleine Helferlein, die zwar unser Angebot auf Grund ihrer eigenen Bedürfnisse extrem schmälern würden, aber dennoch das Geschäft ankurbeln könnten. Denn zufriedene Kunden – auch wenn sie noch so klein sind – sind immer gut für’s Geschäft.

Doch nicht nur Eis wird in unserem Haus produziert. Ich habe auch Müsli gemacht. Der Grund ist einfach der: in den gekauften Produkten ist meist so viel Zucker enthalten, dass es mir die Haare aufstellt. Außerdem liebe ich Müsli. Was liegt also näher, als ein Müsli selbst zu machen? Und das gleich in größerer Menge, so dass es ein Weilchen reicht.
„Meine Mama macht auch Müsli“, höre ich meine Tochter sagen. „Doch Eis mag ich lieber.“
Aber nicht zum Frühstück, junge Dame!



Müsli vom Blech

Müsli vom Blech

Zutaten für 12 Portionen:

300
3
50
150
6
50
100
100

g
TL
g
g
EL
g
g

Haferflocken
Zimt
Pinienkerne
flüssiger Honig
Öl
Walnüsse, grob gehackt
Studentenfutter (Nüsse, Kokosraspeln, etc.)
getrockenetes Obst (Cranberries, Datteln, Feigen oder Aprikosen)

Zubereitung:

1.
Backofen auf 175°C Oberhitze/Unterhitze vorheizen (nicht Umluft!)

2.
Alle Zutaten außer den getrockneten Früchten in einer Schüssel vermengen.

3.
Auf das mit Backpapier ausgelegte Blech geben und unter gelegendlichem Wenden ca. 25 min backen. Vollständig abkühlen lassen.

4.
Trockenobst würfeln und in einer Schüssel unter das Müsli mischen. Das Müsli in einem luftdichten Gefäß aufbewahren. Es schmeckt sehr gut mit frischem Obst und Joghurt oder aber auch nur mit Milch.


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