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Blog, 27.09.2010

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Montag, 27.09.2010

Tatar – frisch aus der kleinen Metzgerei

Es gibt hier eine winzig kleine Metzgerei, die einer Pension und einem Bauernhof angehörig ist. Kleine Metzgereien sind heutzutage rar. Und wir wissen auch, warum. Denn wenn wir sowieso gerade beim Spar, Edeka oder Tengelmann sind, um den Joghurt, den Salat, das Obst, das Mehl und die Getränke zu kaufen, dann besorgen wir doch auch gleich das Fleisch dort. Eigentlich schade! Denn genau das ist der springende Punkt: wir gehen doch auch nicht gerne in ein Restaurant, in dem es neben der griechischen Küche, noch italienische Pizza, thailändische Curries und bayerische Braten gibt. Oder?
Nein, wir gehen zum guten Italiener an der Ecke, der die beste Pizza weit und breit bietet. Oder zum Griechen zwei Orte weiter, der erstklassiges Gyros macht. Oder aber wir fahren nach München zum Spanier, bei dem es die tollsten Tapas gibt. Denn jeder hat sein Spezialgebiet.

Natürlich ist es zeitaufwändiger, erst zum Supermarkt zu eilen und dann anschließend noch schnell bei jenem kleinen Metzger einzukaufen. Klar, und die Dame hinter der Theke unterhält sich noch ausgiebig mit allen Kunden vor mir. Das dauert. Aber das ist es wert. Denn während ich darauf warte, meine Wünsche loszuwerden, sehe ich noch Eier – von glücklichen Hühnern. Die nehme ich auch noch mit. Und wenn ich dann dran komme, und ich Tatar bestelle unterhalten wir uns über Tatarrezepte. Dass man ihn auch mit Cognac machen kann. Und mit Sardellen und Kapern. Oder aber mit Rucola und Parmesan, so wie ich es plane. Sie sagt, dass sie am liebsten das ganz einfache Tatarrezept macht – mit Zwiebeln, Ei und so… Und weil wir gerade über Tatar sprechen, meint sie, könnte sie doch heute Abend auch gleich einen zubereiten. Gute Idee! Ach ja, und übrigens, für Katzen hat sie auch etwas. Sie gibt es mir. Günstig und frisch. Ich nehme es gerne und bin mir sicher: Jackson wird sich freuen!

Und noch etwas zum Hintergrund des Tatars: Tatar wird meist roh als Beefsteak tatare genossen. Der Name spielt auf die Tataren an, die alten Berichten zufolge angeblich rohe Fleischstücke unter ihren Sätteln mürbe geritten und anschließend verzehrt haben.


Tartar


Zutaten

   

400
½
20 – 30
1 ½
etwas
etwas
etwas
1
1

g

g
HV

Rindertatar
Zwiebel, gehackt oder klein gewürfelt
Parmesan, fein gehobelt
Rucola, gewaschen
Pfeffer
Salz
Paprika rosenscharf
Eigelb
Knoblauchzehe, gehackt




Zubereitung

1.
Rindertatar, ¾ der gehackten Zwiebel, Gewürze, Eigelb, Parmesan und Knoblauch gut miteinander vermengen. Ein paar Rucolablätter zur Seite legen. Den Rest klein schneiden oder hacken – ebenfalls vorsichtig unterkneten.

2.
Tatar abschmecken und ggf. nachwürzen. In eine kleine Schale geben, hineindrücken, auf einem Teller umdrehen und hinausgleiten lassen. Evtl. mit einer Gabel oder einem Messer nachhelfen. Auf dem Tatar noch die restlichen Rucolablätter verteilen und darauf die Zwiebelwürfel. Dazu Brot und Salat servieren.



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