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28.02

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Blog, 28.02.2010

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Sonntag, 28.02.2010

Nicht immer eins:
Mein innerer Schweinehund und ich


Die Sonne geht auf, ein neuer Tag beginnt. Ich stehe auf und beschließe, endlich, nach langen Wintermonaten, wieder zu joggen. Aber da kommt Protest. Von wem? Von meinem inneren Schweinehund, der ständig irgendetwas zu meckern hat und selten mit mir einer Meinung ist: „Was? Joggen?! Bleib doch lieber im Bett liegen.“
„Nein“, sage ich bestimmt. „Ich gehe joggen. Das Wetter ist super und was gibt es Schöneres, als in den frühen Morgenstunden am See entlang zu joggen?“
„Was es Besseres gibt?“ Er lässt nicht locker. „Na, gemütlich zu frühstücken und dann den Tag ganz langsam zu beginnen.“
Gut, das hört sich auch verlockend an. Und ich muss zugeben, dass er nicht immer unrecht hat. Im Gegenteil, er hat mich im Laufe meines Lebens schon oft vor der einen oder anderen Dummheit bewahrt. Aber dies hier ist keine Dummheit.
„Das kann ich ja nach dem Laufen machen“, argumentiere ich.
„Was findest Du nur daran, mit hochrotem Kopf durch die Gegend zu laufen?“
„Ich sehe den See, genieße die Ruhe und habe das Gefühl, etwas für meine Gesundheit zu tun. Das macht fit!“
„Pah, den See ansehen.“ Verächtlich winkt er ab. „Wie willst Du den See und die Ruhe genießen, wenn du rennst?“
„Ach, was weißt du schon davon? Innere Schweinehunde verstehen so was eben nicht…“
Ich ziehe meine Laufhose, mein Shirt und meine Laufjacke an. Während ich meine Schuhe binde, meldet er sich wieder zu Wort: „Na, dann viel Spaß beim „durch die Gegend flitzen“. Hoffentlich hast du bis Mittag, wenn du außer Haus gehst, wieder deine normale Gesichtsfarbe zurück.“
Wie pathetisch er manchmal ist. Aber jeder, der einen inneren Schweinehund in sich trägt, weiß, dass es in dessen Natur liegt, zu übertreiben. Dennoch: ich bekomme langsam Zweifel. Vielleicht hat er ja recht, vielleicht sollte ich, anstatt am See entlang zu sprinten, gemütlich frühstücken, und mich dann den Dingen widmen, die wirklich wichtig sind? Im Grunde habe ich jede Menge Arbeit zu erledigen. Doch geht einem die Arbeit nicht leichter von der Hand, wenn man sich vorab sportlich betätigt hat?
„Ja“, sage ich mehr zu mir selbst, als zu jenem inneren Meckerer. Doch der begnügt sich nicht mit dieser Aussage.
„Was heißt hier ‚ja’? ‚Ja’, du bleibst oder ‚ja’, du läufst?“
„Ja, ich laufe. Und zwar jetzt!“

Ich schnappe meinen Schlüssel, gehe zur Tür und verlasse das Haus. Und dann laufe ich am See entlang, der in einem wunderschönen Dunkelblau vor mir liegt, sehe die verschneiten Berge in der Ferne, deren Gipfel hell im Sonnenlicht liegen, erblicke die quakenden Enten, die am Ufer entlang wandern und atme die frische Morgenluft tief ein.

Meinen inneren Schweinehund habe ich daheim gelassen. Schmollend, wie immer, wenn er sich nicht durchgesetzt hat.

Vielleicht hat er ja morgen Lust mitzulaufen…


Ammersee
Ammersee


Und zur Belohnung gibt es mittags eine feine Suppe, die thailändische Tom-Kha-Gai-Suppe. Tom-Kha-Gai-Suppenrezepte gibt es viele. Aber keine ist so gut, wie die von meiner Freundin Sandra.


Tom-Kha-Gai-Suppe



Tom Kha Gais Suppe


Zutaten

   

30
2
3
250
2
500
1
Etwas
1-2
400
800
100
4
4
Einige

g


g

g


EL
ml
ml
g
EL
EL
Zweige

Ingwer
Zitronengrashalme
Zitronenblätter
Austernpilze oder Champignons
mittelgroße Tomaten
Hühnerbrust- oder Putenbrustfilets
rote Chilischote
Öl
rote Currypaste
Kokosmilch
Hühnerbrühe
Bambussprossen
Limettensaft
Fischsauce
Thaibasilikum


Zubereitung

1.
Ingwer schälen und in feine Streifen schneiden. Zitronengrashalme mit dem Messerrücken flach drücken und in etwas 3 cm große Stücke schneiden. Zitronenblätter waschen und vierteln. Austernpilze oder Champignons putzen und in mundgerechte Stücke schneiden. Tomaten waschen und vierteln, Stielansätze entfernen. Hühnerbrust- oder Putenbrustfilets in mundgerechte Stücke schneiden. Chilischote entkernen und in dünne Ringe schneiden.

2.
Öl in einem Topf erhitzen. Ingwer, Zitronengras, Chilischote und rote Currypaste im erhitzten Öl etwas eine Minute bei mittlerer Hitze anschwitzen. Kokosmilch zugeben und aufkochen. Mit Hühnerbrühe auffüllen und 10 min bei mittlerer Hitze kochen. Fleisch, Pilze, Tomaten und Bambussprossen dazu geben und bei schwacher Hitze offen weitere 10 min köcheln lassen. Mit Limettensaft und Fischsauce abschmecken. Mit Thaibasilikum garnieren.





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