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29.07.2011
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Freitag, 29.07.2011
Jeden Tag eine gute Tat
Es ist ja so: Menschen, die gerne frisch kochen, verwenden am liebsten frische Kräuter. Da trifft es sich besonders gut, wenn man im Garten ein kleines Kräuterbeet angelegt oder zumindest einige Töpfe draußen stehen hat, an denen man sich von Zeit zu Zeit bedienen kann. Der duftende Basilikum, der buschige Rosmarin, der saftige Schnittlauch, die dicht gewachsene Petersilie oder der herrliche Thymian bieten das, was getrocknete Kräuter nicht bieten können: einen intensiven Geschmack, schöne Farben und ein frisches Aroma. Alles wäre so schön, wenn… ja, wenn da nicht die kleinen braunen Erdenbewohner wären, die genau das ebenfalls zu schätzen wissen. Richtig geraten: es sind die Nacktschnecken. Wenn es draußen feucht ist oder regnet, dann kommen sie aus allen Löchern gekrochen. Es sind viele…viele…viele….
Erst neulich fiel mir in den frühen Morgenstunden ein, dass ich die Mülltonne noch nicht rausgestellt hatte. Wie der Blitz fuhr ich hoch, sprang aus dem Bett, schlüpfte in meine Schlappen, rannte die Treppen hinunter, raus aus der Tür zum Tonnenhäuschen und schob die Tonne hinaus zur Straße. Dann schlich ich zurück ins Bett und fiel wieder in einen tiefen Schlaf. Als ich dann aufwachte und wieder in meine Schlappen stieg, spürte ich an meinem Fuß etwas Weiches, Glibberiges, Feuchtes, Klebriges…. Ein Blick genügte und ich erkannte: ich hatte einen ungebetenen Gast im Schlafzimmer. Selbst eingeschleust, als ich die Tonne hinaus stellte. Es war eine Nacktschnecke. Iiiih, wie gruselig. Eine Nacktschnecke klebte an meinem Fuß…. Da ich nicht in der Lage war, mich zu bewegen, bat ich meinen Nachwuchs darum, ein Taschentuch zu bringen, damit ich jenes Wesen von mir entfernen konnte. Besagter Gast flog dann mit 50 Stundenkilometern aus meinem Fenster in den Garten.
Später, als ich dann das Mittagessen zubereitete, hatte ich die nächste Begegnung der Dritten Art. Mit der Absicht, mir ein paar Kräuter aus meinen Töpfen zu ernten, ging ich vor das Haus. Und was sah ich? Schnecken auf all meinen Pflanzen, neben meinen Pflanzen, in meinen Pflanzen. Und eine Schleimspur durch all meine Kräutertöpfe. Eines unserer Nachbarskinder meinte gnadenlos: „Man kann da Salz draufstreuen.“
Ich bin doch kein Mörder!
„Oder mit der Schere durchschneiden.“
Oh Gott – da nehm’ ich lieber getrocknete Kräuter!
„Oder im Bier ertränken.“
Himmel, lernen die Kleinen denn nicht, dass man alles Lebende achten soll???
„Kommt nicht in Frage! Hier wird nichts und niemand umgebracht!“
Ich war froh, dass meine Kinder nicht auf solche Ideen kommen.
Da stand plötzlich meine Tochter mit einem Päckchen Salz neben mir. Bevor sie es auf die armen Wesen in den Kräutertöpfen schütten konnte, entriss ich es ihr und erklärte streng: „Schnecken sind auch Lebewesen.“
„Aber die machen unsere Kräuter kaputt!“
Zustimmendes Nicken der Zwergenmeute neben mir.
„Egal!“
Das kleine Nachbarskind fügte hinzu: „Mach’s doch so, wie meine Mama. Sie sagt, man muss die Schnecken nicht umbringen, Sie wirft sie einfach nur über den Zaun.“
Über den Zaun? Da ist die Straße. Dort werden die armen Tiere doch überfahren…
Mit dem Salz ging ich – gefolgt von der Kinderschar - zurück ins Haus. Mittags gab es dann nur getrocknete Kräuter im Essen. Schmeckt zwar nicht ganz so gut, hat aber einigen Schnecken das Leben gerettet. Und wie heißt es so schön: Jeden Tag eine gute Tat!
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Und nun zum Rezept.
Seit einigen Wochen versuche ich mich an meiner Eismaschine. Wir probierten sämtliche Eissorten, wobei das Mango-Eis mit einem Hauch von Tonkabohne ganz besonders gut angekommen ist.
Mango-Eis |
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1 |
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Mango |
Zubereitung:
1. Mango schälen und das Fruchtfleisch in Stücke schneiden.
2. Mango mit Limettensaft und Zucker pürieren, dann Sahne und Tonkabohne zugeben und nochmals pürieren.
3. Die Creme in die Eismaschine geben und ca. 20 min. rühren.
Tipp: Wer keine Tonkabohnen hat, kann auch etwas Vanille zugeben.