Hier finden Sie feinste Rezepte,
neueste
Informationen und
Hintergründe zum Thema „Food“.
Doch das ist noch nicht alles:
Wir verpacken kulinarische
Spezialitäten in spannende
Geschichten, interessante
Berichte und unterhaltsame
Erzählungen.
Nun, immer zur gleichen Zeit - am Ende eines jeden Jahres - wenn der Uhrzeiger langsam gen Mitternacht wandert, sitzen wir mit Freunden am Tisch und essen Raclette oder Fondue und unterhalten uns über die vergangenen zwölf Monate. Wie die Zeit vergeht...!
Ja, und später sehen wir uns - wie in jedem Jahr am 31. Dezember - "Dinner for one" an. Ach, ich liebe diese Rituale. Und ich liebe "Dinner for one"!
Einen guten Rutsch ins Neue Jahr und ein gesundes und glückliches 2009! Ich freue mich wieder über zahlreiche Besucher bei "Table Talks"!
An Weihnachten sind gute Ideen was das Essen angeht gefragt. Hier also mein Vorschlag: warum nicht gefüllte Bratäpfel mit Vanillesoße anstatt eines Kuchens?
Viel Spaß beim Ausprobieren!
Ein Frohes Fest!
Zutaten für 4 Personen:
4
große säuerliche
Äpfel
ca. 8
EL
Haselnüsse gemahlen
3
EL
Rosinen o. Sultaninen ungeschwefelt
½
TL
Zimt
2
TL
Zucker
3
TL
Honig
1-2
Schuss
Jamaica-Rum
Zubereitung:
Ofen auf 200°C vorheizen.
Äpfel waschen und großzügig ausstechen und in eine Reine geben.
Rosinen / Sultaninen in zuvor erhitztem Rum für ca. 10 min. einweichen. (Alternativ können die Rosinen / Sultaninen kurz in heißem Wasser eingeweicht werden).
Etwas Zimt und etwas Zucker miteinander vermischen.
Die restlichen Zutaten (Haselnüsse, Rosinen / Sultaninen, Rum, Zimt, Zucker, Honig und Rum) miteinander vermengen.
Äpfel mit dem Gemisch füllen und anschließend mit der Zimt-Zucker-Mischung bestreuen.
Äpfel ca. 20 min bei 200° C im vorgeheizten Ofen backen.
Wir nähern uns dem großen Ereignis! Die dritte Kerze brennt schon und der Adventskranz beginnt langsam aber sicher zu bröseln. Doch viele - unter anderem ich - haben immer noch nicht alle Geschenke beisammen – es fehlt noch das eine oder andere kleine Präsent für einen lieben Menschen. Natürlich könnte man schnell in die Stadt gehen, um es zu besorgen. Doch das möchte ich vermeiden. Der Grund: die (nicht unbegründete) Angst, von den Menschenmassen überrollt zu werden. Und ich weiß, wovon ich rede! War ich doch erst unlängst dort, um die Ski einstellen zu lassen und diverse Dinge einzukaufen. Nach einer Dreiviertelstunde fand ich endlich einen Parkplatz. Völlig entnervt - mit zwei Kindern, zwei Paar Skistiefel und zwei Paar Ski bewaffnet - lief ich ins Sportgeschäft. Dort stellten wir uns an. Es dauerte eine Ewigkeit, dann durfte ich endlich die Ski samt Stiefel abgeben. Und dann? Ja, dann fuhr ich wieder heim. Die anderen Dinge, die ich besorgen wollte, legte ich vorerst ad acta. Ich war bedient!
Zuhause beschloss ich, diese Dinge im Internet zu bestellen. Außerdem wollte ich noch ein paar Mitbringsel selbst machen: den bayerischen Apfel-Griebenschmalz und das Rosmarin-Knoblauchöl. Die beiden würden als Präsent ein hübsches Paar abgeben!
Und das tat ich dann auch!
Für all diejenigen, denen noch die eine oder andere Idee fehlt, hier die Rezepte:
Griebenschmalz mit Apfel
Zutaten (für ca. 5 x 200 ml Gläser):
800
g
Flomen (Bauchspeck vom Schwein) fein gewürfelt
2
saure
Äpfel
1
große
Zwiebel
1
EL
Salz
1
EL
Pfeffer
(1
EL
Majoran)
(1-2
Knoblauchzehen gepresst)
Zubereitung:
Flomen in feine Würfel schneiden und in einem Topf auf mittlerer Hitze langsam auslassen, bis nur noch die Grieben übrig bleiben.
Zwei säuerliche Äpfel schälen, vierteln, vom Kerngehäuse befreien und quer in sehr dünne kleine Scheiben schneiden.
Eine große Zwiebel klein würfeln.
Die Zutaten alle in das ausgelassene Fett geben. Mit Salz und Pfeffer würzen. (Ggf. Majoran und Knoblauch dazugeben).
Alles bei mittlerer Temperatur so lange köcheln lassen, bis die Zwiebeln leicht gebräunt sind. Das Griebenschmalz in kleine Steinguttöpfe oder sterilisierte Einmachgläser füllen. Griebenschmalz hält sich mehrere Wochen, wenn man es kühl aufbewahrt. Es schmeckt besonders gut auf frischem Brot.
******
Rosmarinöl mit Knoblauch
Zutaten (für 3 x 200 ml Flaschen):
600
ml
Olivenöl
3
kleine Zweige
Rosmarin
3 – 5
Knoblauchzehen
Zubereitung:
Knoblauch schälen und in dünne Scheiben schneiden.
Rosmarin waschen und trocken tupfen.
Zuerst Knoblauch in die drei sterilisierte Flaschen aufteilen, dann in jede Flasche einen kleinen Zweig hinein geben.
Dann die Flaschen mit Olivenöl auffüllen und Flaschen verschließen.
Kleine Weihnachtspräsente erhalten die Freundschaft
Die Frage, die derzeit in unseren Köpfen herumgeistert ist: Was kann ich schenken? Ein gutes Buch, eine tolle CD oder ein wunderbar duftendes Parfüm? Etwas zum Anziehen? Ein hübsches Möbelstück? Ein schönes Schmuckstück? Keine Ahnung? Die Zeit verrinnt und man weiß immer noch nicht, wie die Geschenke für die Lieben aussehen sollen. Und was schenkt man denjenigen, die schon alles haben und die sich nichts wünschen? Das ist gar nicht so einfach… Ganz ehrlich – ich sammle schon das ganze Jahr Ideen, was ich verschenken könnte. Sobald einer einen Wunsch in irgendeiner Form äußert, wird dieser notiert. Selbst wenn es noch ein halbes Jahr dauert, bis Weihnachten ist. Kurz vor Weihnachten frage ich dann noch einmal unauffällig nach, ob sich der- oder diejenige das damalige Wunschobjekt noch wünscht. Tja, und wenn ich Pech habe, hat er oder sie es sich schon gekauft. Und wenn ich noch größeres Pech habe, wird es nach meiner Anfrage gekauft.
Ich verschenke auch gerne eine Kleinigkeit an Freunde, Nachbarn oder Bekannte. Und diese kleinen Aufmerksamkeiten mache ich meist selbst.
Hier nun ein paar Vorschläge, die nicht nur einfach herzustellen, sondern auch lecker sind:
Feigen in Cassis
Zutaten für ein Glas (ca. 250 ml):
2
reife
Feigen
150 – 200
ml
Cassis
½
Stange
Zimt oder Vanille
Zubereitung:
Glas und Deckel mit heißem Wasser reinigen.
Feigen schälen und in Viertel, Sechstel oder Achtel schneiden (das hängt von der Größe ab).
Feigen in das Glas geben.
Vanille- oder Zimtstange zugeben.
Das Glas mit Cassis auffüllen.
*****
Kandis in Rum
Zutaten für ein Glas (ca. 250 ml):
1-2
Handvoll
brauner Kandiszucker
100
ml
brauner Rum
½
Stange
Vanille
Zubereitung:
Glas und Deckel mit heißem Wasser reinigen.
Glas mit Kandis auffüllen.
Vanille- und/oder Zimtstange zugeben.
Das Glas nur zu 2/3 mit Rum auffüllen.
Das Glas mit dem Deckel schließen.
Das Glas jeden Tag etwas schütteln, so dass sich der Zucker löst.
Das Glas nach ca. ein bis zwei Wochen, wenn der Kandis sich teilweise aufgelöst hat, erneut öffnen und wieder mit Kandis auffüllen.
Den ersten Christkindlesmarkt haben wir schon besucht, Plätzchenbacken liegt noch vor uns, das Hexenhäuschen ist schon gebaut und verziert, einen Großteil der Geschenke habe ich bereits besorgt und das eine oder andere Dekostück habe ich auch schon gebastelt. Kurzum: ich liege gut in der Zeit!
Wer sich nun denkt „Oh, hat die es aber gut! Sie hat schon fast alles fertig“, der hat sich getäuscht! Ich habe immer neue Ideen für kleine Präsente, finde weitere interessante Anregungen, was ich backen könnte oder entdecke den einen oder anderen Basteltipp, den ich unbedingt umsetzen möchte. Und dann wird die Zeit knapp!
Heute stelle ich etwas sehr Dekoratives vor. Etwas, das sich wunderbar als Tischdeko eignet. Aber es eignet sich auch sehr gut als kleines Weihnachtsmitbringsel: das Weihnachtsbäumchen aus Schokolade!
So sehen die essbaren Weihnachtsbäumchen aus:
Und hier das Rezept:
Zutaten für 12 Weihnachtsbäumchen:
3
Tafeln
Schokolade
150
g
Minismarties oder gehackte Mandeln
12
kleine runde
Kekse
1
Packung
Gold- oder Silberkügelchen (alternativ Liebesperlen)
100
g
geriebene Mandeln
250
g
Puderzucker
etwas
Zitronensaft
1
kleine Tube
grüne flüssige Lebensmittelfarbe
12
Kekse mit Schokofüllung (z.B. Prinzenrolle)
Zubereitung:
Backpapier doppelt nehmen, kleine Quadrate(15 x 15 cm) ausschneiden und kleine Spitztütchen formen und mit Tesa fixieren. Anschließend die Tütchen in einen leeren umgedrehten Eierkarton stellen.
Die Schokolade schmelzen und in die Tütchen gießen, bis diese halb voll sind.
Smarties oder gehackte Mandeln einfüllen und den Rest mit Schokolade auffüllen.
Alles abkühlen lassen.
Aus der Hälfte des Puderzuckers mit der Lebensmittelfarbe und dem Zitronensaft einen grünen Zuckerguss herstellen.
Aus der anderen Hälfte einen Zuckerguss ohne Lebensmittelfarbe herstellen.
In die geriebenen Mandeln ebenfalls etwas grüne Lebensmittelfarbe geben und gut mischen – die Mandeln sind nun teilweise grün und teilweise braun, bzw. weiß.
Die Schokoladenkegel aus dem Papier lösen und mit dem grünen Zuckerguss bestreichen. Dann in den Mandeln wälzen.
Anschließend auf jedes Bäumchen ein paar Gold- und Silberkügelchen etc. mit dem grünen Guss ankleben.
Auf jeden großen Keks einen kleinen Keks mit dem nicht eingefärbten Zuckerguss darauf kleben. Dann ein Tannenbäumchen auf jeden Keks kleben.
Wir haben Schnee – hurra! Da werden nicht nur die Kinderaugen groß, nein, auch wir Erwachsene freuen uns. Und nächste Woche beginnt dann die Adventszeit. Endlich! „Noch viermal schlafen, dann darf man das erste Türchen aufmachen“, meint meine kleine Tochter. „Noch viermal schlafen und dann geht der Stress erst so richtig los“, sage ich. Weihnachtsfeiern besuchen, Plätzchen backen, Geschenke besorgen, dekorieren, Weihnachtsbaum schmücken…
Spaß beiseite: ich liebe die Weihnachtszeit, auch wenn die angeblich so staade Weihnachtszeit meist doch recht hektisch ist.
Alles ist wunderschön geschmückt, aus dem Radio erklingen Weihnachtslieder und die Christkindlesmärkte eröffnen. Meine Lieblingsweihnachtsmärkte sind der Schwabinger Weihnachtsmarkt, die Türkenfelder Bergweihnacht und der Weihnachtsmarkt Dießen. Klar, es gibt auch noch andere Märkte, die wunderschön sind, aber diese drei zählen für mich zu den schönsten.
Natürlich gehört auch ein schöner Adventskalender zu Weihnachten. Darum habe ich auch einen schönen Adventskalender gestaltet: den „Table Talks“-Adventskalender: er beinhaltet allerlei schöne weihnachtliche Links. Viel Spaß damit!
Nun zum heutigen Rezept: im Gegensatz zu der leichten Küche im Sommer wird im Winter oft recht deftig gegessen. Ich wähle jedoch immer gerne Rezepte, die nicht so kalorienreich sind. So auch das Beilagen-Rezept, das ich heute vorstellen möchte: der Krautsalat. Er passt wunderbar zu einem schönen Rinderbraten oder Roastbeef mit Ofenkartoffeln und Kräuterquark (dieses Gericht werde ich zu einem späteren Zeitpunkt hier vorstellen).
Zutaten:
1
kleiner
Weißkrautkopf
150
g
Speckwürfel oder magerer Schinken gewürfelt
1
Knoblauchzehe
1
Prise
Zucker
1
Prise
Salz
1
Prise
Pfeffer
1
Prise
Kümmel gemahlen
30
ml
Essig
70
ml
Öl
Etw.
Olivenöl zum Braten
Zubereitung:
Weißkraut sehr fein schneiden, waschen und blanchieren (kurz ins heiße Wasser geben).
Knoblauch pressen. Salatsoße mit Gewürzen, Knoblauch und Essig anrühren – dann Öl hinzufügen.
Weißkraut mit der Salatsoße mischen.
Öl in einer Pfanne erhitzen. Speck- oder Schinkenwürfel zugeben und anbraten.
Speck- oder Schinkenwürfel über den Weißkrautsalat geben und mischen.
Am Besten sofort servieren, wenn die Speckwürfel noch warm sind.
Simpel und eindrucksvoll – die Kastanien-cremesuppe
Derzeit gibt es sie überall: die Esskastanien, oder Maroni, wie wir sie auch nennen. Wir bekommen sie in kleinen Säckchen oder sogar schon geschält, vorgegart und eingeschweißt in Folie, damit wir – die wir ja so ungeduldig sind - sie schnellstmöglich vertilgen können.
Ich erinnere mich daran, als ich zum ersten Mal eine Kastanien- oder Maronencremesuppe gegessen habe. Das war vor ungefähr zehn Jahren. Unsere Redaktion ging zum Essen ins „Brauhaus zur Dicken Sophie“, einem Restaurant in München, bzw. in Johanneskirchen. Dort bestellte ich eine Kastaniencremesuppe – und die war super!!! So beschloss ich, diese wunderbare Kreation nachzukochen. Ich probierte und testete, ich würzte und schmeckte ab und – tatsächlich - mir gelang eine wirklich feine Suppe, die der Suppe bei der „Dicken Sophie“ in nichts nachstand. Auf jeden Fall kochte ich sie mal zu Weihnachten als Vorspeise meines Weihnachtsmenüs. Außerdem servierte ich sie kürzlich meinen Wochenendgästen. Alle waren begeistert und der Tenor war eindeutig: „Die Suppe ist klasse. Verrätst du uns bitte das Rezept!“
Klar mach’ ich das! Weihnachten steht vor der Tür und was gibt es da Besseres (und Beeindruckenderes, wenn Gäste da sind) als eine Kastaniencremesuppe mit Sherry und Zimt:
Zutaten:
400
g
Esskastanien, geschält und gegart
40
g
Butter
1
Prise
Puderzucker
400 – 500
ml
Wasser
100 - 150
ml
Sahne
1
Schuss
Sherry
1
Prise
Muskat
1
Prise
Salz
1
TL
brauner Rohrzucker
1
Prise
Zimt
etwas
Schmand / Sauerrahm
Zubereitung:
Kastanien in Würfel schneiden.
Butter in einem Topf aufschäumen lassen.
Kastanien dazugeben und mit Puderzucker bestäuben – das Ganze leicht karamellisieren lassen.
Wasser dazugeben – etwas einkochen lassen.
Mit einem Pürierstab fein pürieren. Ggf. Wasser zufügen um die gewünschte Konsistenz zu erhalten, je nachdem ob man die Suppe sehr cremig oder flüssiger möchte.
Suppe wieder auf den Herd geben und Sahne zufügen. Umrühren.
Mit Salz, Muskat, Sherry, Rohrzucker und Zimt abschmecken.
In den Teller geben und einen Löffel Schmand zugeben (wer möchte kann noch zwei oder drei Maroni dekorativ in die Mitte des Tellers legen).
Lange habe ich darüber nachgedacht, wie ich den heutigen Blog-Eintrag beginne, denn er ist etwas ganz Besonderes für mich. Warum? Dazu komme ich später.
Als ich in die Schule kam, hatte meine Lehrerin ein großes Problem, mir das Lesen beizubringen. Und niemand hätte gedacht, dass ich das wirklich mal lerne, geschweige denn dass aus mir einmal eine richtige Leseratte werden könnte. Als ich dann doch irgendwann des Lesens mächtig war, las ich alle Bücher, die mir zwischen die Finger kamen. Für mich war klar: jeder noch so gut produzierte Film vermag es nicht, den Zuschauer derart emotional in seinen Bann zu ziehen, wie es ein gutes Buch bei seinem Leser kann. Und ich stellte fest, dass mich richtig gewählte Worte mehr beeindruckten als Bilder! Darum stehen für mich Schriftsteller/Autoren auf der Rangliste der Künstler ganz oben.
2002 bot sich mir die Möglichkeit, redaktionell für die Aufzeichnung der "Corine" – einer internationalen Literaturpreisverleihung - tätig zu sein. Die Veranstaltung fand damals im Münchener Cuvilliés-Theater statt. Und hier hatte ich das große Vergnügen, literarische Größen wie Paulo Coelho (Der Alchimist), Waris Dirie (Nomadentochter) und Barbara Wood (Himmelsfeuer) kennen zu lernen.
Nun, auch Autoren müssen essen. Auch Autoren haben eine Leibspeise. So habe ich beschlossen, über die Leibspeisen bekannter Autoren zu schreiben und mich deshalb mit verschiedenen Größen der Literatur in Verbindung gesetzt, um sie zu fragen, was ihre Leibspeisen seien. Deren Antworten – und darum ist dieser Blog etwas ganz Besonderes für mich - möchte ich jetzt hier in „Table Talks“ vorstellen.
Hier ihre Kurzbiografie: Barbara Wood arbeitete nach ihrem Studium zehn Jahre als OP-Schwester in einer neurochirurgischen Klinik, bevor sie ihr Hobby zum Beruf machte und Schriftstellerin wurde.
Ihre nahe und ferne Vergangenheit spielt eine große Rolle in ihren Romanen. Barbaras Recherchen für ihre Bücher sind sehr umfangreich und um so authentisch wie möglich zu sein hat sie alle Länder besucht, über die sie schreibt.
21.07.2008
Liebe Kirsten,
danke für Deine Email.
Ich freue mich sehr, dass ich mein Lieblingsrezept auf Deiner Seite vorstellen darf.
Ich werde etwas für Dich zusammenstellen.
Viele Grüße
Barbara :)
Hier nun ihr Rezept:
22.10.2008
Macaroni & Cheese eingereicht von Barbara Wood
Dies ist eines meiner Lieblingsgerichte – eine schöne Erinnerung an meine Kindheit. Meine Mutter machte immer die besten „Mac and Cheese“.
So mache ich sie:
Zutaten:
1
Pfund
Gebogene Macaroni
Ca. 170
g
Hartkäse – ich nehme den englischen Cheddar-Käse
2
EL
Butter
2
EL
Mehl
1 ½ - 2
Tassen
Milch
etw.
Muskat
etw.
Salz und Pfeffer
etw.
Parmesan Käse
Pasta in ausreichend Wasser kochen, bis sie al dente ist. Dann abtropfen lassen.
Inzwischen Butter in einem kleinen bis mittleren Topf bei niedriger Temperatur erhitzen und das Mehl zugeben. Mit einem Schneebesen verrühren und für eine weitere Minute kochen lassen.
Vorsichtig die Milch zugeben, verrühren bis sich alles mit der Milch vermengt hat.
Geriebenen Käse zugeben, während die Soße noch warm ist.
Salz, Pfeffer und eine Prise Muskat zugeben und abschmecken.
Die bereits gekochte Pasta in eine Auflaufform geben und mit der Soße bedecken. Parmesan darüber streuen.
15 bis 20 min bei 180 Grad backen.
An dieser Stelle möchte ich mich recht herzlich bei Barbara Wood bedanken.
Ihre Kurzbiografie: Tess Gerritsen plante ursprünglich gar nicht ihre Karriere als Autorin. Aufgewachsen in San Diego, studierte sie zunächst Medizin an der Stanford University und der University of California in San Francisco. Später arbeitete sie als Internistin in Honolulu, Hawaii. Während ihres Mutterschaftsurlaubs versuchte sich Tess Gerritsen zum ersten Mal an einer Kurzgeschichte für den Literatur-Wettbewerb einer Tageszeitung - und gewann damit auf Anhieb den ersten Preis. 1987 wurde ihr erster Roman veröffentlicht: „Call after Midnight“, ein "Romantic Thriller", dem bald weitere folgen sollten. Längst schon hat die Erfolgsautorin ihren Arztberuf an den Nagel gehängt. Heute widmet sie sich nur noch dem Schreiben – erfolgreich, wie man sieht.
Und hier ihre Antwort nach ihrem Lieblingsrezept:
24.07.2008
Kirsten,
ohje, das ist eine SO schwierige Frage, es gibt so viele Gerichte, die ich liebe. Aber wenn ich im Stress bin und etwas Schnelles benötige, dann gibt es zwei Gerichte, die ich mir immer koche: entweder Spaghetti mit einer italienischen scharfen Wurst oder ein sehr scharfes Hühnercurry, in dem ich auch die Knochen lasse.
Kerstin Gier - ursprünglich Diplompädagogin - begann 1995 mit dem Schreiben von Frauenromanen. Mit Erfolg: Ihr Erstling "Männer und andere Katastrophen" wurde mit Heike Makatsch in der Hauptrolle verfilmt, und auch die nachfolgenden Romane finden großen Anklang in der Leserwelt. "Ein unmoralisches Sonderangebot" wurde mit der "DeLiA" für den besten deutschsprachigen Liebesroman 2005 ausgezeichnet.
Hier das Schreiben von Kerstin Gier:
31.07.2008
Liebe Frau Sar,
sehr schöne Website... könnte ich ja stundenlang rumsurfen, wenn ich nicht Abgabetermin hätte und mir selbst Internetverbot (außer zur Recherche) erteilt hätte...
Im Augenblick esse ich schrecklich gern in Kokosmilch gegartes Hühnchenfleisch mit Paprika, Chili und Frühlingszwiebeln, dazu Reis und alles mit herrlich viel Tandoori abgeschmeckt.
Oder auch so leckere Zucchinifladen, ist ein Rezept von Jamie Oliver aus kleingeschnittenen Zucchini, Eiern (Eiweiß getrennt aufgeschlagen), Mehl und Chilischoten, knusprig gebacken in heißem Olivenöl. Da weiß man wenigstens, wohin mit all den Zucchini - die werden im Moment ja täglich einen halben Meter größer.
Ach, und grüne Bohnen mit knusprig gebratenem mageren Speck und gerösteten Kürbiskernen als Salat.
Und - apropos Kürbiskern - bald kommt wieder die Kürbiszeit. Freue mich jetzt schon auf Kürbissuppe.
Jetzt, wo ich Ihnen schreibe, bekomme ich leider zunehmend Hunger. Und nix ist im Haus.
Appetitliche Grüße
Kerstin Gier
Vielen Dank, Kerstin Gier – und weiterhin viel Erfolg!
Ihre Biografie: Nach ihrem Abitur absolvierte Cornelia Funke eine Ausbildung zur Diplompädagogin. Sie arbeitete als Erzieherin und studierte parallel dazu Buchillustration in Hamburg. Durch ihre Arbeit als Illustratorin von Kinderbüchern kam sie selber zum Schreiben. Der internationale Durchbruch kam im Jahr 2002, als ihr in Deutschland bereits im Jahr 2000 erschienenes Buch „Herr der Diebe“ in den USA erschien und dort über viele Monate auf den US-Bestseller-Listen stand. Inzwischen wurde dieses Buch in 23 Sprachen übersetzt.
Insa Funke, die Schwester von Cornelia Funke, beantwortete meine Frage:
22.10.2008
Hallo Kirsten Sar,
Cornelia liebt Kartoffeln in jeder Form, am liebsten als Gratin oder als Bratkartoffeln. Ach ja, und den Kartoffelsalat unserer Mutter :- )
Liebe Grüße!
Insa Funke
Danke, Cornelia und Insa Funke!
Zu guter Letzt widmen wir uns einem Mann – Matthias Kringe. Matthias Kringe arbeitet seit seinem Studium als politischer Karikaturist der Westfalenpost. Seit 1982 gibt er den vor allem regional bekannten "Dilldappen-Kalender" mit Comics auf Siegerländer Platt heraus. Kringe ist darüber hinaus ständiger Mitarbeiter des Deutschen MAD-Magazins. Daneben arbeitet Matthias Kringe auch als Autor für die der Bildergeschichten des "Pettersson & Findus"-Kindermagazins für Panini-Dino und ist für Gestaltung von Pettersson & Findus - Lizenzobjekten (Puzzlebücher, Stickeralben etc.) zuständig.
Hier seine Antwort auf meine Frage:
23.10.2008
Hallo Frau Sar,
Ihre Homepage sieht sehr lecker aus und gerne verrate ich Ihnen zwei meiner Lieblingsgerichte:
1. Selbstgebackene Pizza mit Büffelmozzarella, frischen Öko-Tomaten, Gartenkräutern und Grana padano.
2. Selbstgebackenes frisches Kartoffelkastenbrot (Siegerländer Riivekooche) mit normannischer Salzkristallbutter bestrichen
Vielen Dank und schöne Grüße,
Matthias Kringe
Auch bei Herrn Kringe möchte ich mich herzlich bedanken!
Letztens fand ich ein wirklich klasse Rezept für Thanksgiving, das ja bekanntlich am 4. Donnerstag im November gefeiert wird:
Man kaufe einen Truthahn von fünf Kilo (für sechs Personen) und
eine Flasche Whisky. Dazu Salz, Pfeffer, Olivenöl und Speckstreifen.
Truthahn mit Speckstreifen belegen, schnüren, salzen, pfeffern und etwas Olivenöl dazugeben. Ofen auf 200 Grad einstellen. Dann ein Glas Whisky einschenken und auf gutes Gelingen trinken. Anschließend den Truthahn auf einem Backblech in den Ofen schieben. Nun schenke man sich zwei schnelle Gläser Whisky ein und trinke wieder auf gutes Gelingen.
Den Thermostat nach 20 min. auf 250 Grad stellen, damit es ordentlich brummt.
Danach schenk man sich drei weitere Whisky ein. Nach halm Schdunde öffnen, wenden und den Braten überwachn. Die Fisskieflasche ergreiff unn sich eins hinner die Binde kipp. Nach 'ner weitern albernen Schunnde langsam bis zzum Ofen hinschlenderen uhd die Trute rumwenden. Drauf achtn, sisch nitt die Hand zu vabrennn an di Schaisss-Ohfndür. Sisch waidere ffünff odda siehm Wixki innen Glas sisch unn dann unn so. Di Drute weehrent drrai Schunn'nt ( iss auch egal) waiderbraan un all ßehn Minud'n pinkeln. Wenn üerntwi möchlisch, ßum Trathuhn hinkrieschn unn den Ohwn aus'm Viech ziehn. Nommal ein Schlugg geneemign un anschliesnt wida fasuchen, das Biest rauszukriegn. Den fadammt'n Vogel vom Bodn auffläsen unn uff ner Bladde hinrichten. Uffbasse, daß nitt Ausrutschn auff'm schaißffettichn Kühnbodn.
Wenn sisch droßdem nitt fameidn fasuhn ida aufßuschichtnodersohahahaisallesjaeeeehscheißegaaal!!!!!!
Ein wenig schlafen.
Am nächsten Tag den Truthahn mit Mayonaise und Aspirin kalt essen.
Und all denjenigen, die einen Entenbraten dem Truthahn vorziehen, kann ich ein wunderbares Entenrezept anbieten:
Ente gefüllt mit Äpfeln und Rosinen
Zutaten:
1
Ente, ofenfertig, 2,5 kg schwer
2 - 3
Äpfel, mit Schale, in kleine Stücke geschnitten
50
g
Rosinen
etwas
Salz
etwas
Pfeffer
etwas
flüssiger Honig
300
ml
Rotwein
Zubereitung:
Ofen auf 180°C vorheizen.
Ente ausnehmen, waschen und trockenreiben.
Ente außen und innen mit Salz und Pfeffer einreiben und innen mit etwas Honig bestreichen.
Ente mit den Äpfeln und Rosinen füllen.
Das Füllloch mit zwei Zahnstochern schließen und die Beine zusammenbinden. Etwas in Haut einstechen, damit die Ente Fett verliert. Die Ente nun in eine Reine geben – Brust nach oben.
Ofen auf 130°C zurückschalten.
Ente nach einer Stunde wenden (Brust nach unten) und für ca. 2 weitere Stunden im Ofen braten lassen.
Ente aus dem Ofen nehmen und für 30 min ruhen lassen.
Ofen auf 240°C hochdrehen und Rotwein zugeben. Die Soße ca. 30 min köcheln lassen.
Die Soße mit Salz und Pfeffer abschmecken.
Ente in vier, sechs oder acht Stücke schneiden (die Äpfel und Rosinen können in die Soße gegeben werden). Ente mit etwas Fett/Soße übergießen und weitere 15 min bei 230° braten lassen.
Die Soße separat zur Ente servieren. Dazu passen Kartoffelknödel und Blaukraut.
In meinem Kalender stand es dick und fett eingetragen: Sonntag - „Eat’n Style“-Messe! Auf diesen Termin freute ich mich schon seit Wochen. Im letzten Jahr besuchte ich ja die „Kochgeflüster“-Messe in Fürstenfeldbruck. Doch in diesem Jahr, hieß es, würde sie ausfallen. Und so beschlossen wir – Isabell, Sabine und ich – dass wir in die Olympiahalle zur „Eat’n Style“ fahren. Ein Freund von Isabell, Gert Bormann - seines Zeichens Chef de Cuisine und Allroundgenie - würde ebenfalls dorthin kommen und uns begleiten. Und Gert brachte noch jemanden mit: Sternekoch Michael Sobota (Restaurant Salzburger Stube in Rielasingen-Worblingen). Letzterer sollte später vor Publikum kochen. Und das wollten wir uns natürlich nicht entgehen lassen. Doch vorher spazierten wir erst einmal durch die Messe, sahen uns die verschiedenen Stände und Produkte an und probierten Soßen, Käse, Senf, Marmeladen und Brote.
Gewürzstand
Schokoladenbrunnen
Was ist der Vorteil, wenn man einen Koch während einer Food-Messe zur Seite hat? Man erhält ständig tolle Tipps! Denn immer, wenn wir irgendwo stehen geblieben sind, wie zum Beispiel an einem wunderschön gedeckten Tisch, dann hieß es z.B.: "Was man auch noch machen kann ist Folgendes: nimm’ einfach einen Miniblumentopf und gibt etwas Chiabatta-Teig rein und steck einen Rosmarinzweig drauf...." oder als wir beim Kuchen vorbeikamen, dann hieß es: "Ich hab ein wirklich klasse Rezept für eine Schokotarde. Die geht so: du nimmst 150 g Mehl, 600 g Sahne, 600 g dunkle Kuvertüre..." So ging das den ganzen Nachmittag und ich hab - das kann man sich vorstellen - alle Infos aufgesaugt, versucht, auf meiner geistigen Festplatte zu speichern, geplant, wann ich was wo ausprobieren werde und in Gedanken bereits das Ergebnis vor mir gesehen.
Beginn einer Kochshow
Dann begann Michael mit seiner Kochshow. Er präsentierte den Zuschauern seine „Gefüllten Crispy Palatschinken mit geräucherter Forelle an Tomatenkonfi auf Zitronen-Wein-Sauce“. Wir durften anschließend probieren und waren (wer hätte etwas anderes erwartet?) begeistert! Somit steht fest: im nächsten Jahr sind wir wieder dabei!
Sternekoch Michael Sobota
Gefüllter Palatschinken mit geräucherter Forelle
an Tomatenkonfi
auf Zitronen-Wein-Sauce
Bevor ich zur Messe fuhr, machte ich für meine Familie noch einen luftigen und dennoch saftigen Kaiserschmarrn mit warmen Apfelkompott.
Zutaten:
(für 4 Personen) Kaiserschmarrn:
50
g
Rosinen
5
EL
Rum (oder ein Schüsselchen heißes Wasser)
5
Stk.
Eier
30
g
Zucker
20
g
Butter (gschmolzen)
2
Päckchen
Vanillezucker
1
Prise
Salz
etw.
Zimt
110
g
Mehl
375
ml
Milch
30
g
gemahlene Nüsse
Etw.
Puderzucker (zum Bestäuben)
Apfelkompott:
5-6
Stk.
Äpfel
etw.
Wasser
5-7
EL
Zucker
1
Prise
Zimt
2
EL
Vanillezucker
Zubereitung Apfelmus:
Äpfel schälen, entkernen und in kleine Stücke schneiden.
Äpfel in einen Topf mit etw. Wasser geben, Zimt, Vanillezucker und Zucker zugeben und darin köcheln ca. 20 min lassen (das hängt davon ab, welche Äpfel verwendet werden) bis sie weich sind. Gelegentlich umrühren.
Zubereitung Kaiserschmarrn:
Rosinen 30 Minuten mit Rum oder heißem Wasser in einer Schüssel einweichen.
Eier trennen.
Eigelb, Zucker, Zimt, Salz und Vanillinzucker in einer Schüssel mit dem Schneebesen schaumig rühren, bis die Masse hellgelb und cremig wird. Milch, Butter und nach und nach Mehl unterrühren, dann die Rosinen und die gemahlenen Nüsse zugeben.
Eiweiß sehr steif schlagen, vorsichtig unter den Teig heben.
Butter in einer Pfanne erhitzen, etw. Teig einfüllen und bei kleiner Hitze braten, bis die Unterseite leicht gebräunt ist und immer wieder wenden, bis alles leicht angebraten ist. Anschließend zerreißen.
Kaiserschmarrn auf Teller anrichten und mit Puderzucker bestreuen. Apfelmus dazu geben.
Seit Wochen überlege ich, wie ich das für heute geplante Thema aufbereite. Doch manchmal kommt es anders, als man denkt! Denn während ich da saß, recherchierte, über den Aufbau nachdachte und textete, stellte ich fest, dass das geplante Blogthema viel zeitaufwändiger ist, als gedacht. Daher verschiebe ich es – aber versprochen: sobald der Artikel fertig ist, werde ich ihn bei „Table Talks“ veröffentlichen! Nein, ich verrate nicht, worum es geht – das ist vorerst noch geheim! Aber soviel kann ich sagen: es ist wirklich interessant, unterhaltsam und in gewisser Weise literarisch.
Dafür stelle ich heute aber eines meiner Lieblingsrezepte vor: die Tellersülze.
Sie ist schnell zubereitet und schmeckt zudem sehr fein.
Zutaten (für drei Teller):
2
hart gekochte Eier
6 - 9
Scheiben
mageren Schweinebraten (bereits gebraten – aus der Wursttheke)
½
Paprikaschote (rot)
1
kleine
Karotte
3
Essiggurken
Ca. 25-30
rosa Pfefferkörner
1
Packung
Gelatine (Pulver)
470
ml
Brühe (Gemüse- oder Fleischbrühe)
3
EL
Essig
etw.
Salz und Pfeffer
Zubereitung:
Die Eier schälen und in Scheiben schneiden.
Paprika waschen und in Ringe schneiden.
Karotte schälen und in dünne Scheibchen schneiden.
Essiggurken in Scheiben schneiden.
Die Brühe und den Essig in einen Kochtopf geben – ca. 5 EL Brühe zurückbehalten.
Die restliche Brühe mit der Gelatine verrühren und beiseite stellen.
Karotten kurz in der Brühe kochen und dann herausholen. Kochende Brühe mit Salz und Pfeffer abschmecken.
Teller vorbereiten: Zuerst den Schweinebraten, dann die Eier und Paprika, Karotten, Essiggurken und Pfefferkörner in tiefen Suppentellern gleichmäßig dekorativ verteilen.
In die kochende Brühe die aufgequollene Gelatine geben und umrühren.
Brühe über das Fleisch, die Eier und das Gemüse geben.
Erkalten lassen und dann abgedeckt in den Kühlschrank stellen.
Nach ca. 1 – 2 Stunden ist die Tellersülze vollständig erkaltet und kann mit frischem Baguette oder Bratkartoffeln serviert werden.
Es vergeht kein Tag, an dem ich mir nicht Gedanken um das Essen mache. Ich weiß, ich bin nicht die Einzige, der es so ergeht. Jeder, der eine Familie zu versorgen hat, denkt darüber nach, was er heute, morgen oder übermorgen kochen kann. Das allein wäre ja nicht das Problem. Nein, das Problem ist, dass nicht jeder alles mag. Meine Tochter mag kein Fleisch und keine Karotten, mein Sohn kann gut auf gekochtes Gemüse verzichten und mein Mann isst am liebsten Sandwich und Pizza. Wenn es nach meinen Kindern ginge, dann gäbe es jeden Tag Milchreis, Pfannkuchen, Kaiserschmarrn, Spaghetti („mit ohne was oder mit Ketchup“) oder Pizza. Genau, Pizza - einen gemeinsamen Nenner haben die drei also schon gefunden! Ich esse auch gerne Pizza, aber nicht jeden Tag! Das Gleiche gilt für Spaghetti. Hinzukommt, dass ich natürlich immer wieder gerne neue Rezepte ausprobiere. Doch das ist wirklich schwierig, denn einer meckert immer. Man macht sich also ständig seine Gedanken, womit man mittags oder abends seine Familie beglücken könnte.
So hatte ich eine Zeit lang einen Speiseplan erstellt, einen Wochenplan, auf dem täglich alle Mahlzeiten, die zu Hause eingenommen werden, aufgelistet waren. Gute Gerichte, leckere Gerichte, gesunde Gerichte! Auf diese Weise wollte ich mir das ständige Grübeln ersparen und nur einmal in der Woche darüber nachdenken, was auf den Tisch kommt. Ich bin ja schließlich auch berufstätig. Aber irgendwie funktionierte das nicht: entweder hatte ich plötzlich selbst keine Lust mehr auf das Gericht oder der Nachwuchs boykottierte das Essen oder aber es ergab sich etwas ganz anderes, wie zum Beispiel eine Einladung, ein unangekündigter Besuch oder ein Ausflug. Somit hatte sich der wöchentliche Speiseplan schnell erledigt. Also, eine neue Idee war gefragt. Ich beschloss, eine allgemeine Speise-Vorschlagsliste anzufertigen. Dort standen alle Gerichte darauf, deren Zutaten ich vorwiegend im Haus hatte und die jeder von uns gerne aß. Ich hängte sie an den Kühlschrank. Und da hängt sie noch. Irgendwo unter den Mitteilungszetteln von der Schule oder dem Kindergarten, irgendwo zwischen den Fotos und den hübschen selbst gemalten Bildern. Oder wurde die Liste inzwischen als Malpapier verwendet? Ich weiß es nicht, woher auch? Hab schließlich schon seit über einem Jahr nicht mehr darauf gesehen. Ich weiß auch nicht, warum. Und wenn ich seit über einem Jahr nicht mehr darauf gesehen habe, dann war die Idee wohl doch nicht so richtig zündend.
Vor einiger Zeit hörte ich von einer Bekannten, dass sie zu Hause Folgendes eingeführt hätte: jeder aus der Familie darf sich einmal in der Woche etwas wünschen, was sie dann kocht. Das klang interessant und so beschloss ich, dies auch bei uns umzusetzen. Sollten sich doch die anderen überlegen, was sie essen wollten.
Lange Rede, kurzer Sinn: meine Tochter wünschte sich jeden Montag Spaghetti, Dienstag und Mittwoch arbeite ich – da gab es abends Brotzeit - mein Sohn wollte jeden Donnerstag Milchreis (manchmal „bestellte“ meine Tochter auch am Montag Milchreis…) und am Wochenende gab es für das Familienoberhaupt Pizza. Dass das nicht lange gut gehen konnte liegt auf der Hand.
So stehe ich wieder ganz am Anfang: ich überlege, was ich kochen könnte. Jeden Tag! Daheim, im Büro, im Supermarkt, im Auto… Und wenn ich etwas koche, dann sitzt wieder irgendeiner da und meckert: „Ich mag aber kein Gemüse! Ich mag lieber Pfannkuchen!“ Oder: „Kann ich das Fleisch aus dem Gulasch rausnehmen? Und die Soße schmeckt mir auch nicht!“ Oder: „Warum malst du mit der Balsamico-Creme diese Schleifen auf den Tellerrand? Wir sind doch unter uns und nicht im Restaurant.“
Nun, wollen wir darüber hinwegsehen und zum nächsten Rezept kommen: Flammkuchen mit Rucola.
Zutaten:
200
g
Mehl
3
EL
Olivenöl
125
ml
Wasser
Etw.
Salz
1
Prise
Knoblauch
½
Päckchen
Trockenhefe
200
g
Crème Fraîche oder Sauerrahm
2
Stk
Zwiebeln
100
g
Magerer roher Schinken, gewürfelt
Etw.
Süße Sahne
1
Prise
Muskat
1
Prise
Pfeffer
1
Handvoll
Rucola
Zubereitung:
Backofen auf 220 °C vorheizen.
Aus Mehl, Öl, Wasser, Trockenhefe, Salz, Knoblauch und Muskat einen Hefeteig herstellen – er muss schön weich und luftig sein.
Zwiebeln schälen und in dünne Scheiben schneiden.
Teig sehr dünn ausrollen und mit etwas Salz und Pfeffer bestreuen.
Crème Fraîche oder Sauerrahm mit der süßen Sahne vermengen und auf den Teig streichen. Zwiebeln und Schinken darauf verteilen.
Teig in den Ofen schieben und ca. 15 – 20 min backen, bis der Boden knusprig ist.
Rucola waschen und die großen Stiele entfernen.
Flammkuchen herausholen und Rucola darauf verteilen. Heiß servieren!
Wie war das noch, als ich den Flammkuchen servierte?
Meine fünfjährige Tochter meinte völlig empört: „Des is’ überhaupt keine Pizza! Ich hab gedacht, dass des ’ne Pizza is’!“
„Ich hab auch gedacht, dass das Pizza ist“, jammerte Timo. „Und ich mag jetzt 'ne Pizza und nich’ so’n Ding!“
Wenn ich mich beschreiben müsste, dann würde ich als erstes erwähnen, dass ich ein geselliger Mensch bin. Nein, falsch: ich bin ein SEHR geselliger Mensch. Denn ich finde es schön, in Gesellschaft zu sein, liebe es für andere zu kochen, spreche gerne Einladungen aus, mag es, auszugehen – kurzum: ich habe gerne jemanden um mich. Und als geselliger Mensch bin ich oft in Feierlaune. Und weil ich gerne feiere, suche ich meist nach Rezepten, die sich für Partys, Feiern und Zusammenkünfte eignen. Egal ob Fingerfood-, Salat- oder Themen-Buffets – ich bin für alles zu haben. Erst letzten Sonntag habe ich auf dem Uttinger Flohmarkt (direkt am See! – immer am 1. Sonntag im Oktober) das Buch „Let’s have a Party!“ und eine „Essen und Trinken“-Zeitschrift aus den Neunziger Jahren, die das Thema „Buffet“ hat, erstanden.
Ich könnte jetzt eine ellenlange Liste mit altbekannten und beliebten, oder originellen und ausgefallenen Buffetgerichten erstellen, aber das würde zu weit führen. So werde ich nach und nach bei „Table Talks“ den einen oder anderen Buffetvorschlag geben. Beginnen wir mit einem bekannten und populären Fingerfood: dem Fleischpflanzerl – in anderen Gebieten auch Bulette, Frikadelle, Klops, Hamburger und Fleischküchle genannt. Doch vorab: Fleischpflanzerl ist nicht gleich Fleischpflanzerl. Ich habe schon zahlreiche Pflanzerl probiert – in sämtlichen Variationen – und stelle hier nun eines meiner liebsten Rezepte vor:
Zutaten:
800
g
Hackfleisch
2
Stk.
Eier
250
g
Semmelbrösel / Paniermehl
1
große
Zwiebel
3-4
Knoblauchzehen
1
TL
Kreuzkümmel gemahlen
½
TL
Paprikapulver
½
TL
Pfeffer
½
TL
Curry
½
TL
Muskatnuss
½
TL
Salz
Ggf. ½
TL
Chili
Etw.
Fett zum Braten
Zutaten dem Hackfleisch zugeben
Alles miteinander vermengen
Hackfleisch zu Bällchen formen, etwas eindrücken und in den Semmelbröseln wenden
Anschließend Fleischpflanzerl braten
Zubereitung:
Zwiebeln schälen und klein hacken.
Hackfleisch, Zwiebeln, Eier und 100 g der Semmelbrösel miteinander vermengen.
Knoblauch klein hacken oder durch die Knoblauchpresse drücken und zum Fleisch geben.
Gewürze hinzugeben und erneut gut vermengen.
150 g Semmelbrösel in einen Suppenteller geben.
Fett in einer Pfanne erhitzen.
Aus dem Hackfleisch kleine Bällchen formen, etwas zusammendrücken und in den Semmelbröseln wenden (bei Bedarf mehr Semmelbrösel verwenden).
Fleischpflanzerl in die Pfanne geben und bei mittlerer Hitze ca. 5 min bräunen.
Tipp: Fleischpflanzerl können sowohl warm als auch kalt mit Salat und frischem Baguette gegessen werden.
Für diese Woche hatte ich drei Dinge geplant: zum Einen wollte ich wieder meine wunderbare Zwetschgen-Amaretto-Marmelade machen, zum Zweiten stand der Kindergeburtstag meines Sohnes an, der gut organisiert sein wollte und zum Dritten sollte ich einen Zeitungsartikel zum Thema Erntedankfest im Kindergarten schreiben.
Ich begann mit der Marmelade. Für diejenigen, die es noch nicht wissen: ich liebe Marmelade und ich liebe es, neue Marmeladenrezepte auszuprobieren. Und nun war unter anderem die Zwetschgenmarmelade geplant. Im Freundeskreis lagen sie mir nämlich schon seit Längerem in den Ohren – ich sollte wieder meine berühmte Zwetschgen-Amaretto-Marmelade machen und ihnen ein Gläschen abgeben. In diesem Jahr war es allerdings nicht leicht, Zwetschgen zu bekommen. Nein, falsch, es war nicht leicht schöne, reife, süße und saftige Zwetschgen zu bekommen. Die Ernte war dürftig und es gab meist nur ein paar kleine, blasse geschmacklose Zwetschgen. Ich rannte von Laden zu Laden, bis ich schließlich fündig wurde. Und dann machte ich mich ans Werk:
Zutaten:
1
kg
Zwetschgen, entkernt und geviertelt
575
g
Gelierzucker (1:2)
50
ml
frischer Zitronensaft
1
Vanillestange
½
TL
Zimt
100
ml
Amaretto
Zubereitung:
Zwetschgen in einen Topf geben, Gelierzucker und Zitronensaft hinzufügen und kochen lassen, bis die Zwetschgen weich sind. Umrühren.
Vanillestange teilen und auskratzen. Zur Masse hinzugeben.
Zimt zugeben.
Mit dem Pürierstab die Masse pürieren.
Amaretto hinzugeben und erneut kurz aufkochen lassen.
In Marmeladengläser füllen.
***************
Meine Zweite Aufgabe bestand darin, den Kindergeburtstag vorzubereiten. Mein Sohn wünschte sich Muffins. Und um den Muffins ein hübsches Outfit zu geben, bestrich ich sie bunt und bestreute sie mit Schokoladenplättchen oder bunten Streuseln. Sie sahen dann so aus:
Und hier das Rezept:
Zutaten:
100
g
zarte Haferflocken
200
g
Naturjoghurt
180
g
Mehl
1
TL
Zimt
100
g
Schokoraspeln
20
g
Kakao
2 ½
TL
Backpulver
½
TL
Natron
2
große
reife Bananen
1
Ei
120
g
flüssiger Honig
80
ml
Pflanzenöl
3
EL
Zucker
Etw.
Fett für die Form
Glasur
250
g
Puderzucker
1
Spritzer
Zitronensaft
1
Spritzer
Lebensmittelfarbe
Zubereitung:
Backofen auf 180° C (Umluft 160° C) vorheizen. Vertiefungen des Muffinblechs/Muffinsformen einfetten. Tipp: Die Muffins lassen sich später leichter lösen, wenn man das Blech in das Tiefkühlfach stellt.
Bananen schälen und pürieren.
Haferflocken, Joghurt, Mehl, Zimt, Schokoraspeln, Backpulver und Natron vermischen.
Haferflockengemisch über die Bananen geben und Honig, Öl und Ei dazu geben und das alles miteinander gut verrühren.
Teig in die Muffinsvertiefungen /-formen geben.
Im Backofen (Mitte) ca. 20-25 min backen. Anschließend herausnehmen und nach 5 min. aus dem Backblech herausholen.
Für die Glasur: Puderzucker mit Zitronensaft vermischen und Lebensmittelfarbe unterrühren. Achtung: die Masse muss ganz zähflüssig sein, da sonst die Glasur nicht deckt und zu sehr verläuft.
Möchte man die verschiedenfarbige Muffins, dann muss man das Puderzucker-Zitronensaftgemisch aufteilen und die unterschiedlichen Lebensmittelfarben hinzugeben.
Die Glasur mit Schokostreuseln, bunten Streuseln, kleinen Smarties, etc. bestreuen.
***************
Nun, die Marmelade ist gelungen, der Kindergeburtstag war ein Erfolg und der Zeitungsartikel ist auch erledigt. Jetzt können die nächsten Aufgaben kommen…
Eine neue Rezept-"Komposition“: die fruchtige Kürbis-Granatapfel-Suppe
Im Moment sieht man sie an jeder Ecke: Kürbisse in allen Größen, Formen und Farben. Dabei ist doch Halloween erst in der Nacht vom 31. Oktober auf 1. November. Aber wen wundert’s – findet man ja in den Regalen der Supermärkte schon Nikoläuse, Adventskalender und Marzipankartoffeln.
„Nein“, sage ich mir. „Ich kaufe noch keinen Adventskalender!“ Auch auf die Gefahr hin, dass ich im November vielleicht keinen mehr bekomme. „Dann bastle ich eben selbst einen“, denke ich trotzig. Ok, ok, bei den Marzipankartoffeln mache ich eine Ausnahme – die wandern in den Einkaufswagen. Marzipan kann man doch das ganze Jahr essen, oder? Und Marzipan ist lecker….lecker…lecker…
Auch bei den Kürbissen mache ich eine Ausnahme: die kaufe ich ebenfalls schon jetzt. Ohne ‚wenn’ und ‚aber’ – auch wenn wir erst September haben. Denn sie sehen hübsch in der Deko aus und außerdem kreiere ich leidenschaftlich gerne neue Kürbisrezepte. So auch gestern. Der erste Kürbis, der Opfer meiner Kochleidenschaft wurde, war ein Hokkaidokürbis (er stammt ursprünglich von der japanischen Insel Hokkaidō).
Nachdem ich ihn erst einmal für ein paar Tage in die Obstschale auf dem Wohnzimmertisch gelegt und ihn in dem Glauben gelassen hatte, dass er nur als Deko-Objekt zu fungieren hätte, nahm ich gestern kurzerhand das Messer und "machte ihm den Garaus". Zwei seiner Schalennachbarn mussten ebenfalls das Zeitliche segnen: ein Apfel und ein Granatapfel. Ja, und dann „zauberte“ ich eine wirklich feine Kürbis-Granatapfel-Suppe. Fruchtig und exotisch mit Kokosnussmilch und würzig durch Ingwer und Koriander – diese Suppe hat in der Tat einiges zu bieten.
Zutaten:
1
Hokkaidokürbis
1
Apfel
1
Granatapfel
½
kleine Zwiebel
1 ½
TL
brauner Rohrzucker
100
ml
Kokosnussmilch
500
ml
Wasser
2
cm
Ingwer
Etw.
Raps- oder Erdnussöl
2
Zweige
frischer Koriander
1
Prise
Salz
1
Schuss
Sherry
Zubereitung:
Hokkaidokürbis schälen, Kerne und Fasern entfernen und in kleine Würfel schneiden.
Ingwer schälen und klein hacken.
Zwiebel kleinwürfelig schneiden und in Öl glasig anschwitzen.
Wasser zugeben und aufkochen lassen.
Kürbiswürfel und Ingwer dazu geben und ca. 25 min leicht kochen lassen.
Apfel schälen und in kleine Würfel schneiden.
Apfel nach der Kürbiskochzeit hinzugeben und weitere 5-10 min kochen lassen.
Granatapfel aufbrechen und die Kerne herauslösen.
Das Wasser in einen separaten Topf abgießen und die Obst-Gemüsestücke pürieren, ca. ¾ der Granatapfelkerne und die Korianderblätter dazu geben und ebenfalls pürieren.
Die Masse in den Kochtopf geben und nochmals aufwärmen.
So viel Kürbis-Koch-Wasser hinzufügen, bis die Suppe die gewünschte Konsistenz erhält.
Zucker und Kokosnussmilch hinzugeben und umrühren.
Mit Salz und Sherry abschmecken.
Suppe in den Suppenteller geben, ein paar Granatäpfelkerne hinein- und frische Korianderblätter darauf geben. Mit frischem Baguette servieren.
Ich bin begeistert! Warum? Weil ich endlich einen Kuchen gefunden habe, der superschnell zu machen ist. Wirklich! Unter uns berufstätigen Müttern, die wir sind, mal ganz ehrlich: was erfreut unser Herz mehr, als ein tolles Gericht oder Gebäck, das innerhalb weniger Minuten zubereitet ist und dann nur noch in den Backofen oder auf den Herd muss? So ein wunderbares Rezept habe ich nun für Sie. Es handelt sich um einen simplen, aber dennoch leckeren Kuchen, den man, was die Zutaten betrifft, derart abändern kann, dass niemand auf die Idee käme, dass es sich immer um das gleiche Grundrezept handelt. Die Zubereitungszeit beträgt sage und schreibe: fünf Minuten. Ich hab’s getestet und diesen Kuchen nun in zweierlei Varianten gebacken: einmal einen Schoko-Kirsch-Kuchen und einmal einen Kokos-Ananas-Kuchen. Neugierig geworden? Hier das Blitzkuchenrezept:
Zutaten:
200
g
Mehl
200
g
gemahlene Haselnüsse
200
g
Puderzucker
1
Päckchen
Backpulver
4
Eier
1
Becher
Sahne
Evtl.
Glasur
Zubereitung:
Alle Zutaten in eine Rührschüssel geben und 3 Minuten auf höchster Stufe verrühren.
Bei 175 Grad ca. 45 Minuten backen.
Eventuell noch mit einer Glasur überziehen.
Der Kuchen lässt sich nach Belieben abwandeln, wie zum Beispiel:
statt Haselnüsse Mandeln oder Walnüsse nehmen.
mehrere Nuss-Sorten mischen (z. B. Mandeln, Haselnüsse, Kokosflocken)
Geraspelte Äpfel (etwa 2) oder Karotten (als Karottenkuchen – mit Nüssen kombiniert) verwenden.
Einen Teil der Nüsse durch Schokostreusel und/oder Kakao ersetzen.
Birnenstücke oder Sauerkirschen unterheben.
Statt der Nüsse 100 g Kokosflocken (je nach Geschmack) und eine kleine Dose Ananas-Stücke oder Mandarinen unterheben.
Ein guter Schokoladenkuchen: Eine Tafel Schokolade mit der Sahne aufkochen und wieder abkühlen lassen, dann aber 50 g Zucker weniger nehmen.
Für einen Eierlikörkuchen kann man die Sahne durch Eierlikör ersetzen.
Mohnkuchen: nur 100 g geriebene Walnüsse und eine Packung Mohn-Back
Heute ist er da: der letzte Sommertag. So wurde es zumindest vom Wetterdienst angekündigt. Ein letztes Mal baden, ein letztes Mal kurze Hosen tragen, ein letztes Mal ein Eis im Eiscafé essen. Und dann kommt der Herbst und anschließend der Winter. Da ich auf die kalten Tage gut vorbereitet sein will, bin ich gestern direkt nach der Arbeit in die Stadt gefahren und habe mir ein paar hübsche Herbstklamotten gekauft. Sozusagen als Entschädigung dafür, dass der Sommer bald vorbei ist und das Wetter kalt und ungemütlich werden soll. Diesen Gedanken hatten wohl viele, denn in der Stadt war die Hölle los und ich musste überall anstehen – vor den Imbissständen, den Umkleidekabinen und den Kassen. Und wie das so ist: die Schlange, in der ich stehe, ist immer die langsamste. Und wenn ich dann die Schlange wechsle, dann geht’s dort auf einmal ganz flott voran und der Kassierer, der die Kasse bedient, bei der ich nun anstehe, stellt fest, dass die Kassenrolle aus ist, oder dass kein Wechselgeld mehr da ist, oder dass er auf die Toilette muss, oder… oder… oder…. Schlau, wie ich bin, gehe ich wieder in die alte Schlange zurück, obwohl die nun viel länger ist. Und was passiert? Die Kundin, die gerade dran ist, hat die Pin-Nummer für ihre EC-Karte vergessen. Und – ach, wie dumm - Bargeld hat sie auch nicht bei sich. Ja, und jetzt? Alles wieder stornieren. Dazu muss aber erst mal der Chef gerufen werden.
Toll!
Ich stehe dann da und koche innerlich, möchte den Kassierer oder die Kunden vor mir erwürgen, werfe böse Blicke um mich und fluche leise vor mich hin. Doch ich harre aus – denn ich will die Klamotten UNBEDINGT!
Aber als ich nach all den Strapazen endlich zuhause war und meine Einkäufe begutachtete, war ich wieder versöhnt mit mir und der Welt. Und ich war stolz, dass ich trotz dieser schicksalhaften Ungerechtigkeit ruhig geblieben bin und nicht die Geduld verloren hatte…
Soviel zum gestrigen Stadtbummel anlässlich der herbstlichen Wettervorhersage. Doch ich habe mich nicht nur kleidungsmäßig auf den Herbst eingestellt, nein, ich bereite mich auch ernährungstechnisch auf die kältere Jahreszeit vor. Das heißt, die Gerichte, die ich koche, werden nun ebenfalls umgestellt. So habe ich diesmal Rouladen gekocht. Einmal Rinderrouladen mit einer Senf-Honig-Gemüsefüllung und einmal Rinderrouladen mit einer Schafskäse-Spinatfüllung.
Zutaten für Rinderrouladen mit einer Senf-Honig-Gemüsefüllung:
4
große, dünne
Rinderrouladen
etw.
Salz
etw.
frisch gemahlener Pfeffer
etw.
Honig
etw.
Senf (mittelscharf)
1
große
Gemüsezwiebel (geschält und gehackt)
2
große
Karotten (geschält und gehackt)
etw.
Olivenöl
100
g
Speck oder mageren Schinken (gewürfelt)
1 – 1 ½
EL
Mehl (zum Binden)
etw.
Wasser
Zubereitung:
Rouladen klopfen, salzen und leicht pfeffern.
Rouladen dünn mit Senf bestreichen und anschließend mit einem Löffel Honig auf den Senf geben.
Gehackte Zwiebeln und Karotten und den gewürfelten Speck/Schinken miteinander vermengen.
Zwiebeln, Karotten und Speck auf die Rouladen geben.
Rouladen rollen und mit einer Rouladenklammer / Nadeln schließen.
Öl in einem Topf erhitzen und Rouladen darin kurz von allen Seiten anbraten.
Etwas Wasser hinzugeben, Deckel schließen und Rouladen ca. 1 ½ Stunden auf niederer Temperatur kochen lassen.
Nach dem Garen Rouladen aus der Soße nehmen und Klammern/Nadeln entfernen.
Soße evtl. durch Sieb streichen, aufkochen, evtl. mit Mehl binden, abschmecken und über angerichtete Rouladen gießen.
*************
Zutaten für Rinderrouladen mit einer Schafskäse-Spinatfüllung:
4
große dünne
Rinderroulade
400
g
TK-Blattspinat
300
g
Schafskäse
3
Zehen
Knoblauch
2
Stk.
Zwiebeln
1
Stk.
Ei
1
Prise
Salz
1
Prise
Pfeffer
1
Prise
Muskatnuss
Evtl. 50
g
Pinienkerne
1
TL
Olivenöl
1 – 1 ½
EL
Mehl (zum Binden)
etw.
Wasser
Zubereitung:
Rouladen klopfen, salzen und leicht pfeffern.
Spinat nach Packungsanweisung zubereiten. Die Flüssigkeit weggießen, evtl. etwas ausdrücken.
Zwiebeln und Knoblauch schälen, klein hacken und in einer Pfanne mit etwas Öl anschwitzen.
Gekochten Spinat hinzufügen, mit Salz, Pfeffer und Muskatnuss würzen. Ggf. Pinienkerne hinzufügen. Dann die Spinatmasse auskühlen lassen.
Schafskäse mit der Hand zerbröseln und mit dem lauwarmen bis kalten Spinat vermengen (alternativ kann man den Schafskäse erst darübergeben, wenn der Spinat bereits auf den Rouladen verteilt ist). Das Ei unter die Spinat-Schafskäse-Masse rühren.
Spinat/Schafskäsemasse auf den Rouladen verteilen.
Rouladen rollen und mit einer Rouladenklammer/Nadeln schließen.
Rouladen mit Mehl bestäuben.
Öl in einem Topf erhitzen und Rouladen darin kurz von allen Seiten anbraten.
Etwas Wasser hinzugeben, Deckel schließen und Rouladen ca. 1 ½ Stunden auf niedriger Temperatur kochen lassen.
Nach dem Garen Rouladen aus der Soße nehmen und Klammern/Nadeln entfernen.
Soße evtl. durch Sieb streichen, aufkochen, evtl. mit Mehl binden, abschmecken und über angerichtete Rouladen gießen.
Zwei Wochen Urlaub und dem Alltag entfliehen. Zwei Wochen Ruhe und Erholung. Die Seele baumeln lassen. Zwei Wochen Meer und Sonne.
Wer mich kennt, weiß, ich reise am liebsten in den Süden. Doch diesmal wurde ich von meiner Familie überstimmt und ein Ferienhaus an der Ostsee gebucht, genauer gesagt, auf der Insel Hiddensee. Die Lage unseres Hauses war einmalig: direkt am Deich mit Blick auf das Meer und den weißen Sandstrand. Da auf Hiddensee keine Autos fahren, bewegt sich dort jedermann mit dem Fahrrad voran. So auch wir. Unsere erste Tat, nachdem wir die Koffer ausgepackt, den Strand und das Meer begutachtet und das Haus inspiziert hatten, war, ein Rad zu mieten.
Die Liste der Dinge, die ich tun wollte, war lang: Radeltouren, den Leuchtturm besteigen, schwimmen, joggen am Strand, das Gerhart-Hauptmann-Haus besuchen, diverse Restaurants ausprobieren, gemütliche Abende mit einem Glas Wein und einem sagenhaften Blick auf das Meer in unserem Haus verbringen, Fischbrötchen am Hafen verspeisen, Bücher lesen und mich endlich einmal richtig erholen. Ok, das Wetter spielte nicht mit, aber dank der Wetter-Prognosen war ich darauf vorbereitet gewesen und hatte entsprechende Kleidung dabei. Und wie heißt es so schön: es gibt kein schlechtes Wetter, sondern nur die falsche Kleidung.
Reetdachhäuser auf Hiddensee
Strand bei Vitte
Hafen von Kloster
Strandimpression
Blick von unserem Haus: Sonnenuntergang
Somit konnte ich nach zwei Wochen hinter sämtliche Punkte meiner Liste einen Haken setzen: wir radelten quer durch Hiddensee, gingen auf den Leuchtturm und hatten von oben einen unglaublichen Blick auf das Meer.
Leuchtturm bei Kloster
Leuchtturmaussicht
Am Hafen waren wir mehr als einmal, um unsere Matjesbrötchen zu uns zu nehmen und zu beobachteten, wie Boote, Fischkutter und Fähren an- und abfuhren. Das Gerhart-Hauptmann-Haus besuchten wir ebenso, wie sein Grab.
Gerhart-Hauptmann-Haus in Kloster
Wir lagen – sofern das Wetter es zuließ – am schneeweißen Strand, gingen ins eiskalte, kristallblaue Wasser oder spazierten die Dünen entlang. Abends ging es oft in die Restaurants der Umgebung, wobei es uns im „Godewind“ in Vitte am Besten schmeckte.
Wir kochten auch selbst. Beispielsweise den Hiddensee-Braten mit Früchten.
Zutaten:
1
kg
Schweinefilet
300
g
dünn geschnittener Bauchspeck
etw.
Salz
etw.
Pfeffer
etw.
mittelscharfen Senf zum Bestreichen des Filets
etw.
Olivenöl
1
Nektarine
200
g
Trauben
7
Zwetschgen (Pflaumen)
1
Apfel
100-150
ml
Weißwein
etw.
Zimt
2-3
TL
braunen Rohrzucker
evtl. etw.
Soßenbinder
Zubereitung:
Öl in einer Pfanne erhitzen und den Braten von allen Seiten kurz anbraten.
Braten aus der Pfanne nehmen, mit Salz und Pfeffer bestreuen und anschließend mit dem Senf bestreichen.
Braten mit Bauchspeck ummanteln, d.h. den Bauchspeck auf den Braten legen und etwas festdrücken.
Nun den Braten in eine Reine mit etwas Öl legen und in den Backofen geben. Dort wird er nun auf Niedertemperatur bei 110°-120° C ca. 3 Stunden gebraten.
Die Früchte waschen, entkernen und halbieren, bzw. vierteln, sechsteln oder achteln (es kommt auf die Fruchtgröße an).
Nach drei Stunden die Temperatur für ca. 15 min auf 200° C erhöhen und das Fleisch nochmals braten.
Dann die Temperatur wieder auf 110°C herunterstellen und die Früchte und den Wein hinzugeben. Die Früchte mit Rohrzucker und Zimt würzen.
Ggf. Soßenbinder hinzufügen.
Nach ca. 15 – 20 min den Braten herausnehmen.
Mit Knödeln / Klößen servieren.
Die letzten Tage hatten wir traumhaftes Wetter bei strahlendem Sonnenschein. Es reichte zwar nicht, um die Bräune zu erreichen, die man nach einem Urlaub im Süden hat, doch damit kann ich leben.
Fazit meines Urlaubs an der Ostsee: Bei schönerem Wetter wäre der Urlaub perfekt gewesen. Aber man kann ja nicht alles haben…
Ein Muss im Sommer: Originelle Sommersalate – einfach und schnell!
Ich stelle immer wieder fest. Bayern ist schön! Und am schönsten Fleck Bayerns, da wohne ich. Um uns herum liegen fünf Seen, Italien ist nur einen Katzensprung entfernt und die Berge sind auch ganz in der Nähe. Was will man mehr? Ich lebe dort, wo andere Urlaub machen und das Freizeitangebot – insbesondere im Sommer - ist deshalb enorm. Sportlich gesehen gibt es hier nichts, was es nicht gibt: die Berge laden zum Wandern, Klettern und Gleitschirmfliegen ein, die Seen zum Wassersport wie segeln, surfen und schwimmen, und die Landschaft zum Nordic Walking, Joggen, Radeln, Skaten oder zum einfachen Spaziergengehen. Abgesehen von den sportlichen Aktivitäten ist auch kulturell einiges geboten: Open-Air-Kinos, Freilichtbühnen, Open-Air-Konzerte, Blade-Nights, Nachtmärkte und Seefeste. Wer da noch jammert, dass ihm langweilig ist, dem ist auch nicht mehr zu helfen.
Wir waren kürzlich auf dem Schlossgartenfest in Herrsching. Der See lag vor uns wie gemalt, die Sonne strahlte, das Wasser glitzerte und überall duftete es nach Popcorn und gebrannte Mandeln, nach Pizza und Steckerlfisch, nach asiatischer Reispfanne und Currywürsten. Kurzum: ein traumhafter Tag mit einer unglaublichen Kulisse.
Zu erwähnen sind auch die zahlreichen Restaurants, die es hier gibt und die ich ab und zu gerne besuche. Doch am liebsten koche ich immer noch selbst. Und als Salat-Fan kreiere ich im Sommer oft neue Salate.
Stellen wir uns einfach Folgendes vor:
ein lauer Sommerabend, die Kerzen stehen auf dem hübsch gedeckten Tisch, darauf ein leichter, frischer Sommersalat mit frischem Baguette und einem Glas Wein…
Hört sich gut an? Finde ich auch! Und darum stelle ich hier nun zwei wunderbare Salatvariationen vor, die sich leicht umsetzen lassen und herrlich schmecken:
Lauwarmer Linsensalat mit Früchten und Zitronen-Honig-Dressing
Zutaten:
100
g
grüne Tellerlinsen
175
g
Mandarinen (entweder aus der Dose oder frisch filetiert)
2
kleine
Äpfel
½
mittlere
Karotte
50
g
Rosinen (ungeschwefelt)
50
g
Erdnüsse geschält
1-2
TL
rosa Beeren
Für Dressing:
3
TL
Honig (flüssig)
6
TL
Zitronensaft (100 %)
6
EL
Olivenöl
½
TL
Ingwer gemahlen
1
Prise
Salz
1
Prise
Pfeffer
Zubereitung:
Dressing anrühren: Zuerst Honig und Zitronensaft verrühren, dann die Gewürze hinzufügen und zuletzt das Olivenöl dazu geben und umrühren.
Die grünen Tellerlinsen nach Packungsbeschreibung kochen und später kurz mit kaltem Wasser abschrecken.
Äpfel waschen, schälen, entkernen, achteln und kleinschneiden.
Karotte waschen, schälen und kleinschneiden.
Rosinen kurz mit heißem Wasser überbrühen und abtrocknen.
Mandarinen aus der Dose abtropfen. Frische Mandarinen schälen und filetieren.
Erdnüsse kurz in Öl anrösten.
Warme Linsen mit Mandarinen, Äpfeln, Rosinen, rosa Beeren, Erdnüssen und Karotte vermengen.
Das Dressing darüber geben und gut mischen. Der Linsensalat schmeckt sowohl lauwarm und auch kalt.
*****
Gemischter Salat mit Jakobsmuscheln
Zutaten:
8
Frische Jakobsmuscheln (ausgelöst)
½
kleiner Salatkopf (grüner Salat)
2
Roma-Tomaten oder 8 kleine Cocktailtomaten
½
Gurke
1-2
Zehen
Knoblauch
etw.
Olivenöl
etw.
Salz und Pfeffer
Dressing:
4-5
EL
Essig
1
EL
Zitronensaft
1-2
EL
Zucker
7-8
EL
Olivenöl
1
Prise
Salz
1
Prise
Pfeffer
1
Prise
Paprikapulver edelsüß
5
Blätter
Basilikum
Zubereitung:
Jakobsmuscheln unter kaltem Wasser abwaschen und mit einem Tuch trocken tupfen.
Salat waschen und die Blätter in kleine Stücke zerreißen.
Tomaten waschen und schneiden (Cocktailtomaten halbieren oder vierteln)
Gurke schälen und kleinschneiden.
Knoblauch schälen und klein hacken.
Dressing: Essig, Zucker und Zitronensaft gut verrühren. Dann Gewürze dazu geben und ebenfalls verrühren. Anschließend Olivenöl unterrühren.
Öl in einer Pfanne erhitzen, Knoblauch dazu geben und kurz anbraten. Dann Jakobsmuscheln dazu geben und ca. 3 min anbraten lassen. Muscheln salzen und pfeffern.
Die Salatblätter, Tomaten und Gurke auf den Tellern anrichten.
Die Salatsoße darüber geben und dann die Jakobsmuscheln und den Knoblauch darauf geben.
…und wieder hieß es: ‚Sommerfest’ und „Könntest Du vielleicht was zum Buffet beisteuern?“ In meiner Küche türmten sich bereits Kochbücher und Rezepte, die ich aus dem Internet ausgedruckt hatte. „Sommerfest…Sommerfest…Sommerfest…“ geisterte es schon seit Wochen durch meinen Kopf. Selbst nachts wachte ich auf und überlegte, was ich zu welchem Fest mitbringen könnte. Karate-Sommerfest, Kindergarten-Sommerfest, Schul-Sommerfest, Hort-Sommerfest, Fußball-Sommerfest der G-Jugend…. Hab ich was vergessen? Ach ja, und dann war ja auch noch das Schulfrühstück von meinem Sohn… da durfte ich zusammen mit einer anderen Mami für die Klasse meines Sohnes ein Frühstück zubereiten. Mein Kopf rauchte, meine Hände zitterten, wenn ich in den Büchern nach geeigneten Rezepten suchte und meine Küche sah oftmals aus, wie ein Schlachtfeld.
Ich überlegte, was ich diesmal mitbringen könnte. Ein Kuchenbuffet am Nachmittag war angesagt. Ich kenn das: da stehen dann jede Menge Kuchen auf dem Tisch und man möchte eigentlich etwas Deftiges. Also beschloss ich, keinen Kuchen zu machen, sondern etwas, was die Gaumen derjenigen erfreut, die nichts Süßes möchten (und die gibt es ja bekanntlich auf jedem Fest): einen griechischen Blätterteig mit Spinat und Schafskäse!!!
Gesagt, getan! Die knapp bemessene Zeit wurde kalkuliert – ich musste ja noch meinen Sohn abholen, einkaufen, meine Kinder beim Ferienprogramm anmelden und den Blätterteig mit Spinat und Schafskäse zubereiten.
Ich holte also meinen Sohn ab, ging einkaufen und machte mich auf den Weg, die Kinder anzumelden. Der Schreck war groß, als ich die lange Schlange sah – da gab es wohl noch mehr Kinder, die beim Ferienprogramm mitmachen wollten? Mist!!! Hinzu kam, dass ich vergessen hatte, einen zweiten Blätterteig zu kaufen. Ich stellte mich sage und schreibe eineinhalb wertvolle Stunden zur Ferienprogrammeinschreibung an, hatte bereits über Telefon eine Freundin gebeten, mir noch einen zweiten Blätterteig zu organisieren, hetzte völlig gestresst nach Hause, zog meinen Sohn um, brachte ihn weg und begann – nachdem ich wieder daheim war – endlich mit der Zubereitung. Es blieben noch genau 45 Minuten. Mir war heiß – es waren ca. 30° C – und ich drohte zu kollabieren…naja, zumindest einen kleinen Schwächeanfall zu erleiden.
Schritt für Schritt machte ich meinen Blätterteig mit Spinat und Schafskäse und nachdem ich diesen in den Ofen geschoben hatte blieben mir noch 28 Minuten – davon musste der Blätterteig 25 Minuten backen und ich hatte anschließend immerhin noch 3 Minuten, um ihn aufzuschneiden, auf einem Tablett herzurichten und zum Veranstaltungsort zu bringen. Dieser lag immerhin schräg gegenüber auf der anderen Straßenseite – also sollte das Ganze kein Problem sein.
Und es war kein Problem….
Ergänzend möchte ich hinzufügen, dass es nur 15 Minuten dauerte, ehe die hungrige Meute das letzte Stück vertilgt hatte.
Hier die Zutaten:
2
Packg.
Blätterteig
400
g
TK-Blattspinat
300
g
Schafskäse
100
g
Reis
3
Zehen
Knoblauch
2
Stk.
Zwiebeln
2
Stk.
Eier
1
Prise
Salz
1
Prise
Pfeffer
1
Prise
Muskatnuss
1
TL
Olivenöl
Zubereitung:
Ofen auf 180°C vorheizen.
Spinat nach Packungsanweisung zubereiten.
Reis nach Packungsanleitung kochen und abtropfen lassen.
Zwiebeln und Knoblauch schälen, kleinhacken und in einer Pfanne mit etwas Öl anschwitzen.
Gekochten Spinat hinzufügen, mit Salz, Pfeffer und Muskatnuss würzen. Dann die Spinatmasse auskühlen lassen.
Schafskäse mit der Hand zerbröseln und mit dem lauwarmen bis kalten Spinat vermengen. Ein Ei unter die Spinat-Schafskäse-Masse rühren. Dann Reis hinzufügen und ebenfalls vermengen.
Eine Packung Blätterteig auf einem mit Backpapier ausgelegten Blech ausrollen.
Spinat/Schafskäse/Reismasse auf dem Teig verteilen und einen ca. 1cm breiten Rand lassen.
Das zweite Ei verquirlen und mit einen Backpinsel den Rand bestreichen.
Die zweite Packung Blätterteig öffnen und als "Deckel" mit dem unteren Teig verbinden. Den Rand rundherum mit einer Gabel zusammendrücken und die restliche Teigoberfläche mit dem Ei bestreichen.
Das Ganze ca. 25 Minuten im Ofen backen.
Anschließend den Strudel in kleine Vierecke schneiden.
Der Blätterteig mit Spinat und Schafskäse kann sowohl warm als auch kalt (Raumtemperatur) gegessen werden.
Was gibt es Schöneres, als einen Sommertag in Bayern? Der Himmel ist – wie es sich gehört – weißblau, die Temperaturen liegen um die 30 Grad und jeder, der nicht arbeiten muss, hält sich an einem der wunderschönen bayerischen Seen oder in einem der schattigen Biergärten auf. Dazu gibt es dann noch ein paar kulinarische Leckereien – typisch bayerisch, versteht sich.
Dass die meisten bayerischen Gerichte nicht unbedingt figurfreundlich sind, lässt einen Urbayern oder einen der es werden möchte, natürlich kalt. Ein echter Bayer isst seinen Schweinsbrat’n mit einer knusprigen Speckschwarte, seinen deftigen Leberkas, sein fettiges Wammerl oder seinen kalorienreichen Obatzdn mit Genuss ohne auch nur mit der Wimper zu zucken. Letzterer gehört, wie sicherlich jedem bekannt ist, zu einer typisch bayerischen Brotzeit. Ein Obatzda mit einer frischen Brezn – und vielleicht ein kühles Bier dazu. Das lässt das Herz eines Bayern höher schlagen. Und weil ich eine Bayerin bin, schlägt auch meines höher, wenn davon die Rede ist.
Doch – und das sei an dieser Stelle erwähnt – ich versuche, meine Leibesfülle in Grenzen zu halten. Und darum bin ich stets darauf bedacht, meine Rezepte so zu gestalten, dass sie zwar kalorienärmer sind, aber dennoch keinen geschmacklichen Unterschied aufweisen. Das ist ein Muss als Frau mit Familie, denn Kinder sind gnadenlos, wenn das Essen geschmacklich nicht das bietet, was es verspricht. Der Teller wird mit einem „Bäh!“ zur Seite geschoben ehe noch ein letztes Mal ein abwertender Blick darauf geworfen wird. Kann man als Mutter das verantworten? Nein! Also sollte man – wenn man es schon wagt, ein von der Familie geliebtes Gericht zu verändern – immer darauf achten, dass der Geschmack der Selbe ist. Nachdem es nun auch in meinem näheren Umfeld hieß, dass es nicht möglich sei, einen Obatzdn kalorienärmer zu machen, ohne dass der Geschmack darunter leidet, fühlte ich mich herausgefordert, das Gegenteil zu beweisen. Und – es gelang mir! Wer es nicht glaubt – probiere es einfach selbst:
Hier nun beide Rezepte – das Rezept des Original-Obatzdn und das des Obatzdn light:
Original Obatzda
Obatzda Light
300
g
Doppelrahm-Frischkäse
150
g
Frischkäse (0,2% Fett)
80
g
Butter
150
g
Frischkäse light (10 % Fett)
300
g
Camembert
80
g
Butter light (evtl. ganz weglassen)
1-2
Stk
Zwiebeln
300
g
Camembert light
1
TL
Paprika scharf
1-2
Zwiebeln
1
TL
Kümmel
1
TL
Paprika scharf
½
TL
Pfeffer
1
TL
Kümmel
½
TL
Pfeffer
Zubereitung:
Zwiebeln ganz klein schneiden oder hacken. Ein Paar Zwiebelringe für die Dekoration zur Seite legen.
Frischkäse, Butter, Camembert und Gewürze miteinander vermengen (mit der Gabel zerdrücken und vermengen). Wer den Obatzdn ganz cremig mag, der nimmt einen Pürierstab und püriert das Ganze, bis es eine geschmeidige Masse ergibt. Dann Zwiebeln hinzufügen und untermischen. Vor dem Servieren ein paar Zwiebelringe auf den Obazdn legen.
Na, und wollen wir wetten, dass niemand den Unterschied schmeckt?
Es ist Sommer - und es ist viel los! Sommerfeste, Privatparties, Veranstaltungen - der Terminkalender ist randvoll und hätte ich nicht meinen Planer in der Küche hängen, der mir ermöglicht, einen ständigen Blick darauf zu werfen, dann wäre ich hoffnungslos verloren. Zu diesem "Freizeitstress" kommt aber noch, dass man gebeten wird, bei fast allen Veranstaltungen, seinen Beitrag am Buffet zu leisten in Form eines Salates, Fingerfood, Kuchen oder dergleichen. Wer von mir etwas anderes erwartet hat als ein "Na klar, ich bring was mit", der kennt mich nicht.
Doch es gibt auch einige wenige Veranstaltungen, die man mit leeren Händen und Bäuchen besuchen kann und von denen man wohlgenährt und zufrieden zurückkehrt.
So eine Veranstaltung fand beispielsweise im Restaurant "Müllers Lust" in Pähl statt. Der Chefkoch des Restaurants hatte eine völlig neue Speisekarte unter dem Motto "Die neue leichte Sommerküche" konzipiert, wobei der Schwerpunkt auf vitaminreiche, fantasievolle und leichte Gerichte liegt. Und da die Leitung wissen wollte, ob diese Karte bei den Gästen ankommt, veranstalteten sie ein so genanntes "Probe-Essen". Ein Muß für jeden, der gerne kostet, neue Gerichte testet und diese auch anschließend bewerten möchte. Ein Muß somit auch für mich.
An besagtem Abend, an dem das Probe-Essen stattfand, konnten wir die neuen Gerichte der Speisekarte zum halben Preis probieren und erhielten anschließend ein Feedback-Formular, um unsere Bewertungen abzugeben.
Ich bestellte eine "geeiste Gemüsesuppe mit Scampispieß
und Knoblauch-Ciabatta" als Vorspeise und anschließend einen "sommerlichen Gemüsesalat mit Karotten, Ruccola, Zuckerschoten, Sojasprossen und Ingwer
in Honig-Sesam-Dressing serviert mit gebratenem Seeteufel-Carpaccio". Und was soll ich sagen? Es war klasse, auch wenn man nicht unbedingt von einem Carpaccio sprechen kann, sondern eher von gebratenen Seeteufelteilchen. Aber egal - es war super! Sehr gut war auch die "Rinderlende in Ruccola-Chili-Kruste, dazu Ricotta-Cappeletti und gebratener Spargel", die einige meiner Freundinnen bestellt hatten.
Kurzum: es war ein netter Abend in gemütlicher Athmosphäre und einem guten (und leichten!) Essen!
Heute lässt uns das Wetter ja schwer im Stich - es regnet und regnet und regnet. Was kann einen da mehr erfreuen, als das Blättern in irgendwelchen Koch- und Backbüchern. Ok, ich hab auch noch anderes vor, aber dennoch: ich liebe das Herumschmökern in meinen zahlreichen Kochbüchern. Und wenn ich nicht schmökere, dann koche oder backe ich.
Erst am letzten Wochenende probierte ich ein neues Rezept aus: eine Johannisbeer-Baiser-Torte.
Anlass war, dass in der TV-Redaktion, in der ich arbeite, viele Zuschauer anriefen und sich nach dem Rezept für die Johannisbeer-Baiser-Torte erkundigten. Der Haken an der Sache war, dass wir in unserer Sendung zwar viele Kochrezepte vorstellen, doch bisher gab es noch keine Johannisbeertorte.
Langsam wurde ich neugierig und beschloss, mir dieses Rezept zu organisieren - egal wie! Doch meine "Hobbykochschnüffelnase" musste nicht lange recherchieren - ich wurde nach kurzer Zeit fündig und nach weiteren wenigen Minuten lag das Objekt der Begierde vor mir auf dem Schreibtisch: das Johannisbeer-Baiser-Torten-Rezept.
Ich las die Zutaten und beschloss sogleich, die Torte am nächsten Wochenende nachzubacken, allerdings in abgeänderter Form, da ich derzeit sämtliche Rezepte "figurfreundlich" umschreibe. So auch dieses. Ich habe den Zucker reduziert. Und obwohl weniger Zucker verwendet wurde: die Torte ist wirklich erstklassig!
So, nun will ich es nicht so spannend machen - hier - Ladies und Gentlemen - das Rezept...:
Zutaten:
Teig:
125
g
Butter
50
g
Zucker
125
g
Mehl
1
Ei
1
Päckchen
Vanillezucker
1
TL
Backpulver
Belag:
100
g
Johannisbeerkonfitüre oder -marmelade
500
g
rote süße Johannisbeeren
80
g
Zucker (bei sauren Johannisbeeren 100 -
150 g)
4
Eiweiß
1/2 - 1
Päckchen
Vanillepuddingpulver
Die Zubereitung hört sich aufwendiger an, als sie ist:
Die Butter schön schaumig rühren und dann Ei und Zucker hinzufügen.
Nun das Mehl und das Backpulver dazu geben und unterrühren, bis der Teig geschmeidig wird.
Anschließend den Teig in einer gefetteten Springform gleichmäßig und glatt ausstreichen.
Nun den Tortenboden bei 175° Ober- und Unterhitzen für ca. 25 Minuten backen lassen.
Während der Boden im Ofen ist, wird das Eiweiß zu steifem Schnee geschlagen und der Zucker langsam hinzugefügt bis die Masse glänzend ist.
Das Puddingpulver unterrühren und anschließend die gezupften und gewaschenen
Johannisbeeren vorsichtig unterheben.
Nun wird auf dem bereits gebackenen Tortenboden die Johannisbeerkonfitüre verstrichen.
Dann die Eischnee-Johannisbeermasse darüber geben, glattstreichen und leichte Wellen einzeichnen.
Die Torte nun abermals bei 150°C 40 Minuten mit Umluft backen.
Torte anschließend herausnehmen und abkühlen lassen, ehe man sie anschneidet. Und das war's auch schon!
Mal ehrlich: sieht sie nicht toll aus - die Johannisbeer-Baiser-Torte. Und sie schmeckt noch besser!
Gute Idee: Italienisches Carpaccio selbst gemacht!
Wir lesen es oft in der Speisekarte diverser italienischer Restaurants: Carpaccio vom Rind! Aber ganz ehrlich, ich kenne kaum jemanden, der auf die Idee gekommen ist, es selbst zu machen. Die Argumente sind stets die gleichen: „Ich habe keine elektrische Schneidemaschine“ oder „Wie soll ich denn das Fleisch so dünn schneiden?“ oder „Ich weiß gar nicht, welches Fleisch man dafür hernimmt“. Dabei ist es ganz einfach!
Zutaten:
300
g
Rinderfilet oder –hüfte (am Stück)
etw.
Salz
etw.
frisch gemahlener Pfeffer
etw.
Zitronensaft
¼
Zitrone
etw.
Olivenöl
etw.
Parmesan geraspelt
ggf. einige
Blätter
Rucolasalat
Die Zubereitung ist einfach: Das Fleisch in Alu- oder Plastikfolie einwickeln und für ca. zwei bis drei Stunden einfrieren. Das Fleisch herausholen, die Folie entfernen und im halbgefrorenen Zustand mit der Scheidemaschine, einem elektrischen Messer oder einem scharfen normalen Messer in hauchdünne Scheiben schneiden, was aufgrund des gefrorenen Zustandes kein großes Problem darstellen dürfte. Das Carpaccio wird fächerartig auf dem Teller angerichtet und mit frischem Pfeffer und etwas Salz bestreut. Ggf. nun die gewaschenen und entstielten Rucolablätter darauf verteilen. Etwas Zitronensaft und anschließend Olivenöl darüber träufeln. Kurz vor dem Servieren Parmesan darüber hobeln oder raspeln und das Zitronenstück dekorativ auf dem Tellerrand platzieren. Dazu ein frisches Baguettestück reichen.
Eine wunderbare Vorspeise! Nicht nur beim Italiener – nein, auch für zu Hause!
Ok, wir haben beim EM-Finale 2008 gegen Spanien verloren. Aber was soll’s? Beim nächsten Mal wird es schon klappen. Wir wollen den Kopf nicht hängen lassen und uns dem nächsten Rezept widmen: einer Koriander-Quiche, die sich wunderbar eignet, wenn man etwas vorbereiten möchte. Beispielsweise, wenn man zum Fußballabend Gäste eingeladen hat, um sich gemeinsam das Spiel anzusehen.
Zutaten:
Teig:
200
g
Mehl
3
EL
Wasser
150
g
Butter
½
TL
Salz
Etw.
Semmelmehl
Belag:
100
g
Schinkenspeck
100
g
gekochter Schinken
200
g
Emmentaler Käse geraspelt
4
Stk.
Eier
150
g
Sauerrahm
1
Handvoll
Korianderblätter
½
TL
Paprika gemahlen
Zubereitung:
Mehl in eine Schüssel geben und mit dem Wasser verrühren.
Das Fett darauf verteilen, Salz dazu geben und alles zu einem glatten Teig verkneten.
Teig ca. 1 Stunde im Kühlschrank ruhen lassen.
Backofen auf ca. 200° - 210°C vorheizen.
Nach der Ruhezeit wird eine gefettete Springform mit dem Teig ausgelegt und ein Rand gebildet.
Das Semmelmehl darauf streuen.
Speck und Schinken fein würfeln.
Koriander waschen und klein hacken.
Sauerrahm mit den Eiern verquirlen und die Schinken- und Speckwürfel, sowie den Käse, den Koriander und das Paprika dazu geben und verrühren.
Die Masse auf den Teigboden geben und verstreichen.
35 – 45 min backen und heiß oder kalt reichen.
Na, und nun kann die nächste WM kommen – vielleicht haben wir dann 2010 mehr Glück. Und wenn nicht, dann haben wir immer noch unsere Koriander-Quiche…
... und dann backe ich ein Bananenbrot. Harry Belafonte hatte bestimmt ebenfalls die Absicht, ein Bananenbrot zu backen. Denn wir – er und ich - wissen nämlich, dass es wunderbar schmeckt und außerdem noch gesund ist.
Spaß beiseite. Ich weiß nicht, ob es anderen ebenso geht wie mir: ich kaufe Bananen für die Familie – alles essen sie gerne – und dann, wenn nur noch drei oder vier übrig sind, besorge ich die nächsten. Und jetzt kommt’s: alle greifen zu den neuen Bananen und die übrigen drei (oder vier) werden links liegen gelassen. Sie werden langsam braun, weich und irgendwann wandern sie in den Biomüll. Nicht bei mir – ich verwende sie nun anderweitig. Ich mache entweder Bananenshakes oder backe – siehe oben – ein Bananenbrot. Es schmeckt ganz toll, wenn es noch warm ist, aber ist auch lecker, wenn es schon abgekühlt ist. Ein echter Tipp!
Zutaten:
4
EL
starker Kaffee
3
EL
brauner Zucker
1
Stück
Ei
3
EL
Pflanzenöl
5
Tropfen
Vanillearoma
1
EL
Vanillezucker
4
Stück
reife Bananen
100
g
ungeschwefelte Sultaninen
375
g
Mehl
2 ½
TL
Backpulver
1
TL
Ingwer gemahlen
1
TL
Zimt gemahlen
1
TL
Natron
½
TL
Muskat gemahlen
Backofen auf 170 °C vorheizen. Die Kastenform (22 x 12 cm) einfetten.
Kaffee erhitzen, Zucker hinzufügen und auflösen lassen.
Bananen zerdrücken.
Ei, Öl, Vanillearoma, Vanillezucker verquirlen und die Bananen und den süßen Kaffee unterrühren.
Sultaninen kurz in heißem Wasser einweichen, Wasser abgießen und Sultanien in die Ei-Kaffeemasse einrühren.
Mehl, Backpulver, Zimt, Ingwer, Natron und Muskat darauf sieben und vorsichtig (!) untermischen. Nur kurz vermischen und den Teig dann in die vorbereitete Kastenform geben.
Das Brot ca. 50 min backen lassen – Test mit einem Stäbchen machen (hinein stechen und wenn der Teig nicht kleben bleibt, dann ist er fertig). 10 min in der Form abkühlen lassen, herausnehmen und vollständig auskühlen lassen.
Tipp: Das Brot schmeckt sehr gut mit Butter oder frischem Obst!
Come, Mister tally man, tally me banana
Daylight come and me wan' go home
Day, me say day-o...
Italien – ich denke an Venedig, den Gardasee, die Toskana, Kalabrien, Olivenplantagen, Pinienwälder, kleine Fischerdörfer, italienische Antipasti, Pizza, Pasta, ein lauer Sommerabend in einem kleinen gemütlichen Restaurant mit Blick auf die Piazza, dazu ein Glas Wein und leise Musik. Kann es sein, dass ich Fernweh habe? Oder hab ich lediglich Appetit auf ein italienisches Nudelgericht? Beides! Da ich nicht so einfach Richtung Süden aufbrechen kann, beschließe ich, mir wenigstens Italien kulinarisch in die Küche zu zaubern. Und zwar in Form eines verführerischen Nudelgerichtes. Es dauert ein Weilchen, bis ich mich entschieden habe: Fusilli mit Shrimps in einer Orangensauce.
Zutaten:
250
g
Fusilli
300
g
grüner Spargel
3-4
unbehandelte Orangen
1
rote Chilischote (oder getrocknete Chilischote)
1
kl
Peperoncino
2
Knoblauchzehen
200
g
Shrimps
1
TL
Speisestärke
2
El
Olivenöl
2
Stiele
frischer Basilikum
etw.
Salz
etw.
kaltes Wasser
1.
Für die Sauce wird die Schale von einer halben Orange fein abgerieben. Die Orangen auspressen und die Orangenschale zum Saft hinzugeben. Den Saft einkochen lassen. Chili und Peperoncino längs halbieren, entkernen und klein hacken. Knoblauch schälen und ebenfalls fein hacken. Knoblauch, Chili und Peperoncino zum Orangensaft geben. Speisestärke mit etwas kaltem Wasser verrühren und anschließend die Orangen-Chili-Peperoncini-Sauce damit leicht binden. Sauce warm stellen.
2.
Grünen Spargel nur im unteren hellen Teil schälen und die Enden abschneiden. Nun den Spargel in ca. 3 cm lange Stücke schneiden.
3.
Fusilli in reichlich kochendem Salzwasser al dente garen. Ca. 3 min vor Ende der Garzeit den Spargel zu den Nudeln zugeben. Nach der Garzeit die Nudeln und den Spargel gut abtropfen lassen.
4.
Olivenöl in einer Pfanne erhitzen und die Shrimps darin kurz anbraten.
5.
Orangensauce erneut kurz erhitzen. Nudeln, Spargel und Shrimps zu der Orangensauce geben und mischen. Das Ganze auf Tellern anrichten und mit abgezupften Basilikumblättern garnieren. Eventuell mit geraspeltem Parmesan bestreuen.
Während ich koche liegt ein feiner Duft von Orangen, etwas Knoblauch und Olivenöl in der Luft. Italien – ein Hauch davon in meiner Küche…
Zu einem Frühstück braucht es bei mir nur einen Tee, eine Semmel, ein weich gekochtes Ei, Butter und Marmelade. Mehr ist nicht nötig! Und darum koche ich während des Jahres immer wieder Marmelade ein. Doch ich koche Marmelade nicht nur für mich. Nein. Ist man mal zum Brunchen eingeladen oder braucht für einen anderen Zweck ein kleines Mitbringsel, so eignet sich selbst gemachte Marmelade wunderbar dazu. Meine Ideen, was das Marmeladenmachen angeht, sind unerschöpflich. Und sie stoßen immer wieder auf großen Anklang. Ich mache nie große Mengen von einer Sorte. So auch heute nicht. Die Erdbeeren sind diesmal die Grundlage für mehrere Rezepte. Doch, wie gesagt, nur die Grundlage. Andere Früchte kommen dazu und verleihen der Marmelade immer wieder einen anderen, einzigartigen Geschmack.
So, bevor wir mit dem Einkochen beginnen, werden die Gläser mit kochendem Wasser gefüllt. Dann gießen wir das Wasser aus.
Meine erste Marmelade ist die Erdbeer-Mango-Marmelade:
Zutaten:
300 g Erdbeeren
300 g Mangos
300 g Gelierzucker (zum Einkochen) (1:2)
20 g Vanillezucker
etw. Zitronensaft
Mangos schälen und in kleine Stücke schneiden und den Kern entfernen. Erdbeeren waschen und pürieren. Zitronensaft hinzufügen. Mangos hinzufügen und ebenfalls pürieren. Gelierzucker darüber geben und kräftig untermischen. Vanillezucker hinzugeben. Nun wird die komplette Masse in einen Kochtopf gegeben und zum Kochen gebracht. Nachdem der Erdbeer-Mango-Brei ca. 4 min gekocht hat wird der Topf von der Herdplatte genommen. Nun werden die Gläser mit der noch heißen Marmelade gefüllt, anschließend der Deckel auf das Glas geschraubt und das Glas kurz kopfüber gestellt.
Als nächstes folgt die Erdbeer-Ananas-Ingwer-Kokos-Marmelade:
Zutaten:
300 g Erdbeeren
350 g Ananas
ca. 1 cm Ingwer kleingeschnitten
300 ml Kokosmilch
475 g Gelierzucker (zum Einkochen) (1:2)
Ananas schälen und in kleine Stücke schneiden. Ingwer schälen und in sehr kleine Stücke schneiden. Erdbeeren waschen und pürieren. Erdbeeren, Ananas und Ingwer pürieren. Kokosmilch und Gelierzucker hinzufügen. Die Masse erneut pürieren. Nun wird die komplette Masse in einen Kochtopf gegeben und zum Kochen gebracht. Dann wird alles so fertig gemacht wie bei der Erdbeer-Mango-Marmelade.
Nun kommt die Erdbeer-Orangen-Ingwer-Marmelade:
Zutaten:
350 g Erdbeeren
200 ml frisch gepresster Orangensaft
etw. 1 cm Ingwer
525 g Gelierzucker (zum Einkochen) (1:2)
Ingwer schälen und in sehr kleine Stücke schneiden. Erdbeeren waschen und pürieren. Orangensaft pressen. Orangensaft und Ingwer hinzufügen und ebenfalls pürieren. Gelierzucker dazu geben und gut untermischen. Alles weitere: siehe Erdbeer-Mango-Marmelade.
Als nächstes mache ich keine Marmelade, sondern eine Sauce, die sich wunderbar zu Roastbeef oder Ente eignet – eine Erdbeer-Chili-Sauce:
Zutaten:
250 g Erdbeeren
1-2 Chilischoten
100 g Gelierzucker (1:2)
Chili waschen und ganz klein hacken. Alternativ kann auch getrockneter Chili aus der Mühle genommen werden. Erdbeeren waschen und pürieren. Chili und Gelierzucker hinzugeben und nochmals pürieren. Dann die Masse in einen Kochtopf geben und kochen. Das Ganze 4 min kochen lassen und in kleine Gläser füllen. Kleine Gläser deshalb, weil die Haltbarkeit aufgrund der geringeren Gelierzuckermenge kürzer ist.
Da ich nun noch Mangos übrig habe, koche ich noch eine Mango-Pfirsich-Kokos-Marmelade:
Zutaten:
150 g Mangostücke
300 g Pfirsichstücke
150 ml Kokosmilch
300 g Gelierzucker (zum Einkochen) (1:2)
Mango- und Pfirsichstücke pürieren. Kokosmilch und Gelierzucker hinzufügen und nochmals pürieren. Die Masse ebenfalls kochen und in die Gläser abfüllen.
Fertig!
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Montag, 2. Juni 2008
Cooler Drink für heiße Tage
Es ist heiß! Das Thermometer zeigt 25 bis 30 Grad und an manchen Tagen sogar noch mehr an. Das heißt, wir müssen uns abkühlen. Von außen und von innen. Das bedeutet: ein Sprung ins kalte Nass und anschließend ein kühler Drink. Für kalte Drinks gibt es jede Menge Rezepte und ich werde sie nach und nach hier auflisten. Momentan blüht ja der Holunder oder Holler, wie wir ihn auch nennen – da bietet es sich an, dass unsereins einen Holunderblütensirup macht. Und das ist ganz einfach...
Hier die Zutaten:
Ca. 20-25 Holunderdolden
100 g Zitronensäure
2 l Wasser
2 k Zucker
Also zog ich los, um ein paar Holundersträucher zu „plündern“. Nein, keine Sorge, geplündert hab ich sie nicht, denn ich hoffe ja später noch auf eine reiche Beerenernte. Und dann ging es ab nach Hause, um die Blüten zu entstielen, und schüttelte sie leicht, um sie von Blütenstaub (und eventuellen Insekten) zu befreien. Im lauwarmen Wasser musste anschließend der Zucker aufgelöst werden. Die Zitronensäure wurde in etwas heißem Wasser aufgelöst und zur Wasser-Zuckerlösung hinzugefügt. Anschließend fügte ich die Holunderblüten hinzu und gab einen Deckel darauf. Nun musste ich das Ganze ca. 24 Stunden ziehen lassen, die Flüssigkeit aufkochen, filtrieren (Sieb oder Leintuch) und in Flaschen abfüllen.
Und an einem heißen Tag wie heute gibt man lediglich zwei Esslöffel Holunderblütensirup in ein großes Glas kaltes Wasser, fügt einen Schuss Zitronensaft hinzu und fertig ist ein wunderbarer Durstlöscher.
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Donnerstag, 29. Mai 2008
Bayerische Laugenbrezn – was gibt’s Besseres?
„Wer macht schon Brezn selbst?“ wird sich manch einer denken. Gut, hier in Bayern kann man sie sich in jeder Bäckerei kaufen – aber was macht man, wenn man nicht in Bayern lebt? Oder wenn Sonntag ist? Dann ist derjenige klar im Vorteil, der das Breznbacken beherrscht… Viele glauben, dass das Breznbacken eine Wissenschaft für sich ist, aber ganz ehrlich: es ist gar nicht so schwer! Hier also ein kleiner Backkurs in Sachen „Wie backe ich mir meine eigene bayerische Laugenbrezn?“
Die Zutaten sind simpel:
1 Würfel
Hefe
300 ml
lauwarmes Wasser
1/2 TL .
Zucker
500 g
Weizenmehl
1 TL
Salz
1 l
Wasser
10 g
Natron
1-2 EL
grobes Salz zum Bestreuen
Zuerst wird die Hefe in Wasser und Zucker aufgelöst. Anschließend sieben wir das Mehl in eine große Schüssel. Nun fügen wir das Salz, und die in Wasser und Zucker aufgelöste Hefe hinzu und verkneten das Ganze zu einem glatten Teig.
Auf einer bemehlten Arbeitsfläche wird dann der Teig zu einer Rolle geformt und in 12 Stück geschnitten. Die einzelnen Stücke formen wir wieder zu dünnen ca. 40-45 cm langen Rollen.
Und jetzt geht’s ans Formen. Hier bitte genau auf die Fotos achten.
Anschließend lassen wir die Brezn zugedeckt an einem warmen Ort ca. 10 – 15 min gehen.
Inzwischen bringen wir den Liter Wasser mit dem Natron zum Kochen. Die gegangenen Brezn werden für 30 sec in das kochende Wasser gegeben, dann mit einem Schaumlöffel herausgeholt und auf ein mit Backpapier belegtes Backblech gelegt.
Nun bestreuen wir die Brezn mit dem groben Salz und stellen sie für ca. 30 min kalt. Das ist ganz wichtig, wenn man hinterher knusprige Brezn möchte. Danach werden die Brezn im auf ca. 225 °C vorgeheizten Backofen gebacken.
Na? Das war doch nicht so schwer! Und es macht bei Gästen immer einen großen Eindruck, wenn man behaupten kann, dass man die Brezn selbst gebacken hat….
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Freitag, 23. Mai 2008
Fiesa - die weltgrößte Sandskulpturenausstellung!!!
Unser Plan gestern: Besuch der Sandskulpturenausstellung bei Armacao de Pera und eines typisch portugiesischen Restaurants in Guia. Aber wie das manchmal so ist: es kommt oft anders als man denkt. Wir wollten gegen 18.00 Uhr zuerst einmal zu Abend essen im "O Vieira". Dort angekommen erfuhren wir, dass das Restaurant erst um 18.30 Uhr öffnet. Also, Planänderung: wir gehen zuerst zur Fiesa, der weltgrößten Sandskulpturenausstellung. Gesagt, getan. Das Thema der diesjährigen Ausstellung lautete: Hollywood.
Als wir dort ankamen, stellte ich fest, dass ich meine Kamerachipkarte vergessen hatte, da ich noch die Fotos vom Räuchern herunter geladen hatte. So ein Mist! Mein Vater erklärte sich bereit, den Chip zu holen. Zwanzig Minuten später stand er wieder da - mit Chipkarte - und ich begann die ersten Skulpturen zu fotografieren. Nach dem vierten oder fünften Bild war's vorbei: der Akku war leer.
Gott sei Dank hatte mein Vater noch seine kleine digitale Kamera dabei. Doch - wie bereits in den letzten Tagen - ließ uns das Wetter im Stich. Es war grau und diesig und sah aus, als ob es jeden Moment regnen würde. Das Licht war somit nicht sehr vorteilhaft. Zudem erfuhren wir, dass ein Teil der Ausstellung durch den Regen in den letzten Wochen zerstört worden war.
Tatsache ist, dass viele Künstler aus aller Welt einen Monat lang an dieser Ausstellung mitgearbeitet haben. Doch dann hatte es geregnet - was zu dieser Zeit unüblich ist - und hat einiges zerstört.
So waren am gestrigen Tag - dem Tag der Eröffnung - noch zehn Künstler (die anderen waren bereits abgereist) damit beschäftigt, Beschädigungen an den Skulpturen zu reparieren. Die letzte Woche war, wie uns eine Künstlerin berichtete, für alle Mitwirkenden extrem stressig.
Dennoch: die Skulpturen, die unbeschädigt waren, sahen wunderschön aus. Die Simpsons, die Figuren aus Ice Age, Marilyn Monroe, die Flintstones, James Dean, Ausschnitte aus diversen Hitchcock-Filmen, Batman, Spiderman und Superman waren vollständig erhalten und sahen unglaublich schön aus. Darum: die Fiesa ist immer einen Besuch wert!
Hinterher fuhren wir nach Guia ins Restaurant "O Vieira", das für seine großartigen Piri-Piri-Hühnchen bekannt ist. Zugegeben, Gemütlichkeit ist für viele portugiesische Lokale ein Fremdwort, doch das Essen ist so gut, dass einem dieses Manko gar nicht auffällt. Als wir das "O Vieira" betraten, war unser Hunger bereits so groß, dass wir völlig vergaßen das wunderbare Piri-Piri-Hühnchen zu fotografieren. Sorry! Das hole ich beim nächsten Mal nach!
Dafür gibt es aber hier die Adresse:
Restaurante - Churrasqueira
"O Vieira"
Rua General Humberto Delgado, 19
Guia - 8200 Albufeira
Tel: 289 561 556
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Donnerstag, 22. Mai 2008
Eine Delikatesse: Geräucherter Fisch!
Gestern war es dann soweit. Wir räucherten unsere auf dem Markt erstandene Lachsforelle! Nun, „wir“ ist wohl zuviel gesagt, denn ich war ja nur Zuschauer, mein Vater war derjenige, der das Werk vollbrachte. Ich beobachtete aber jeden Handgriff meines Vaters, der sich anschickte eine frische Lachsforelle in eine geräucherte zu verändern. Und das ist wohl spannend! Am Abend vor dem Räuchern wurde der bereits ausgenommene, 1,4 schwere Fisch gesäubert und in eine Beize eingelegt. Diese bestand aus 50 g Meersalz pro 1 Liter Wasser, ein kleines Büschel Thymian, ca.20 angedrückte Wacholderbeeren, zwei kleine Zweige Rosmarin, etwas frischem Oregano und ca. 5 frischen Lorbeerblättern. Für 13 Stunden verschwand das „Gesamtpaket“ nun im Kühlschrank.
Am nächsten Tag wurde der Fisch nun mit klarem Wasser gewaschen und für ein paar Stunden zum Trocknen aufgehängt. Dann wurde der von meinem Vater gebaute elektrische Räucherofen angeworfen.
Nach Erreichen der erwünschten Temperatur - bei diesem doch sehr großen Fisch hatte er 128 Grad eingestellt - wurde der Fisch hineingehängt und das Räuchermehl, in diesem Fall aus Mandelholz, zugegeben. Die Temperatur, das glimmende Räuchermehl und die Zeitdauer von 80 Minuten vollbrachten dann den Rest. Nachdem wir den Fisch aus dem Ofen holten hatte er eine andere Farbe – er glänzte goldgelb.
Nach dem Filettieren wurde die noch immer warme, saftige, duftende, rosa Lachsforelle serviert. Die Beigaben von frisch geriebenem Meerrettich, Knoblauchbaguette und knackigem Salat rundeten das lukullische Mahl ab. Ach ja, und der „Vinho Verde“ durfte natürlich nicht fehlen. Bom apetite!
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Samstag, 17. Mai 2008
Ab in den Süden
Portugal hat mich wieder! Trotz strahlenden Wetters in den heimatlichen Gefilden, kehrte ich Deutschland den Rücken und steuerte wieder den Süden Portugals an. Zwei Wochen Urlaub, Sonne, Sand und Meer – und zwei Wochen Portugal erleben! Geplant sind ein Besuch des weltgrößten Sandskulpturenfestival in Guia bei Armacao de Pera, diverse Ausflüge ans Meer, Essen gehen, mit meiner Mutter neue Rezepte ausprobieren (wie z.B. die Rote-Linsen-Suppe mit Koriander , der Lauwarme Champignonsalat, die pfannengerührten Champignon-Nudeln, die Zucchinibratlinge, der Kirsch-Amaretto- Kuchen und der Apfelkuchen), Grillen und das Räuchern einer frischen Lachsforelle (nicht ich! Ich schaue nur zu, wenn mein Vater räuchert...).
Von dem einen oder anderen Erlebnis werde ich natürlich hier berichten und Fotos zeigen.
Heute stand das Grillen auf der Tagesordnung: frische Doraden! Die wurden ein Paar Stunden zuvor sauber gemacht und abgetrocknet und mit dem hier überall erhältlichen Fischgewürz (zusammengesetzt aus Salz, Fenchel, Zwiebeln, Dill, schwarzen Pfeffer, Knoblauch und Estragon) bestreut. Nun muss der Fisch ca. drei oder vier Stunden im Kühlschrank ruhen. Danach wurden die Fische auf beiden Seiten dreimal schräg eingeschnitten und gesalzen. Um den perfekten mediterranen Geschmack zu erhalten, gibt man in diese Ritzen zudem Knoblauchscheiben und in den Fischbauch Knoblauch und Petersilie. Und dann kommen die Fische auf den Grill. Dazu gab’s einen gemischten Salat und Knoblauchbaguette. Und der typische portugiesische Wein "Vinho Verde" durfte natürlich auch nicht fehlen. Fazit: es war wunderbar – nicht zuletzt, weil die Dorade zu meinen Lieblingsfischen zählt...
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Donnerstag, 08. Mai 2008
Die Biergärten rufen….
Ein traumhafter Tag gestern, ein traumhafter Tag heute und ein traumhaftes Wochenende ab morgen bzw. übermorgen. Was blieb mir anderes übrig, als an einem Tag wie gestern, einen Biergarten aufzusuchen? Das ist in Bayern Pflicht bei so einem Wetter! Und dieser Biergarten musste am See liegen.
Nachdem es derzeit auf meiner Homepage noch nicht möglich ist, Kommentare abzugeben, kann ich auch nicht die interessante Frage stellen, wo denn Ihr/Euer Lieblingsbiergarten liegt.
Darum werde ich als begeisterte Biergartenbesucherin nun die Biergärten verraten, die mir am besten gefallen:
zu den schönsten Biergärten, die am See liegen gehören der Schreyegg in Stegen am Ammersee, der Augustiner in Wörthsee, die Seepost in Schondorf und die Alte Villa in Utting (mit Jazzbrunch am Sonntag).
Weitere herrliche Biergärten, die in kleineren Orten oder inmitten der Natur liegen sind: der Sepperlwirt in Meiling, die Schatzberg-Alm in bzw. über Dießen und die Müllers Lust in Pähl.
Und zu meinen Favoriten in München zählen der Taxisgarten in München-Gern, der Aumeister in Freimann, der Biergarten des Gasthofes Hinterbrühl in Thalkirchen und natürlich der Biergarten am Chinesische Turm im Englischen Garten. Und? Worauf noch warten? Die Biergärten rufen…!!!
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Freitag, 02. Mai 2008
Hey, der Frühling ist da….
Der Winter war zwar nicht kalt, aber doch irgendwie lang. Es wurde langsam Zeit, dass der Frühling kommt. Und jetzt ist er endlich da! Alles grünt und blüht.
Und das wiederum weckt die Lebensgeister. Meine zumindest – aber ich denke, es geht jedem so. Im Geiste plane ich schon sämtliche Aktivitäten für Frühling und Sommer: Biergartenbesuche, Picknicken mit Freunden, Jazz Brunch in der Alten Villa in Utting, Grillen im Garten, Spaziergänge im Wald und am See, Erlebnisschifffahrt auf dem Ammersee oder Ü30-Party auf dem Starnbergersee, Tollwood-Festival in München, Open-Air-Kino am Münchner Königsplatz, und...und…und…. Meine Ideen sind grenzenlos… München und Umgebung haben viel zu bieten.
Ich bin jedoch nicht nur kreativ, was meine Ideen bezüglich der Aktivitäten betrifft. Im Frühling habe ich auch jede Menge neue Rezeptideen. Ein Beispiel wäre der „Lauwarme Weißwurstsalat mit Brezncroutons“.
Zugegeben, eine eigenwillige Kreation mit einer Weißwurst, aber sie ist wirklich fein. Und ich gestatte jedem, diesen Wurstsalat auch nach dem zwölften Glockenton zu verspeisen. Der Bayer an sich hält sich ja normalerweise streng an die Tradition, dass die Weißwurst nur bis zwölf Uhr mittags gegessen werden darf, doch ich finde – und ich denke, als gebürtige Münchnerin und somit Oberbayerin darf ich diesen Vorschlag anbringen – dass wir hier eine Ausnahme machen können. Ehrlich, ich bin gespannt, wie er ankommt – der Weißwurstsalat.
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Dienstag, 22. April 2008
Wellness - endlich mal Erholung!
Zugegeben, ich lasse mich auch gerne mal verwöhnen. Wo? Beispielsweise in einem Hotel, oder noch genauer: in einem Wellnesshotel. Nein, ich bin noch keine fünfzig oder sechzig… Und darum zieht es mich auch nicht nach Bad Wörishofen oder ins niederbayerische Bäderdreieck. Ich bevorzuge Italien. Südtirol, um genauer zu sein.
Dort verbringe ich nämlich alljährlich mit meinen beiden Freundinnen Sandra und Frauke ein verlängertes Wochenende.
„Pssst“, werden die beiden jetzt sagen. „Verrate jetzt bloß nicht, wo unser wunderschönes Hotel ist. Sonst wollen alle dorthin und dann wird es schwierig für uns, Zimmer zu bekommen.“
Ok, nur soviel: es befindet sich in traumhafter Lage an den Osthängen oberhalb von Brixen am Eingang zum Pustertal und erfüllt alles, was für mich zu einem idealen Wellnesshotel gehört: Es ist geschmackvoll eingerichtet mit viel Liebe zum Detail, hat sehr hübsche Zimmer, einen herrlichen Wellnessbereich, eine beeindruckende landschaftliche Umgebung, ein äußerst zuvorkommendes Serviceteam und natürlich eine nette Leitung. Und das Essen ist super! Ganz ehrlich: wir haben eines der gemütlichsten und schönsten Wellnesshotels gefunden! Und dabei haben wir gar nicht lange suchen müssen – wir bekamen lediglich einen Tipp von einer Freundin.
Gestern sind wir von unserem Kurztrip zurückgekehrt. Entspannt, erholt und zufrieden. Kein Wunder: morgens gab es ein wunderschönes und gesundes Frühstücksbuffett, mittags wurden wir dann mit Salaten und Suppen beglückt und abends erfreuten wir uns an einem Mehrgängemenü und einem reichhaltigen Salatbuffet.
Außerdem erhielten wir täglich ein kleines Infoschreiben, auf dem die Wetterprognose stand, ein netter Spruch und ein Rezept, wie zum Beispiel das von der traditionellen Tiroler Gerstensuppe oder dem italienischen Fleischgericht Ossobuco alla Milanese (Kalbsstelzenscheiben). Tja, und wenn wir nicht gerade aßen, genossen wir die Ruhe, ließen uns massieren, maniküren oder pediküren oder lagen in unserer Liege im Wellnessbereich vor der großen Fensterfront mit Blick auf die verschneiten Berge, lasen oder plauderten. Die körperliche Aktivität reichte lediglich zu einem Spaziergang und einer eineinhalbstündigen Wanderung in den Bergen. Ach ja, und zu einem feuchtfröhlichen Abend an der Bar… Nun gut, das gehört dazu, wenn man einmal im Jahr mit seinen Freundinnen unterwegs ist, oder?
Und damit uns die gestrige Abreise nicht ganz so schwer gefallen ist haben wir auch gleich wieder für das nächste Jahr gebucht.
PS.: Psst, ich verrate es trotzdem: www.schoenblick.com - es bleibt doch unter uns???
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Freitag, 04. April 2008
Erinnerungen
Geht es nicht jedem von uns so: wir hören ein Lied und schon werden Erinnerungen wach?! Schöne Erinnerungen an früher! Erinnerungen an Erlebnisse und Geschichten, die schon beinahe vergessen waren.
So ging es mir jedenfalls, als ich bei diversen Aufräumaktionen alte Kassetten (ja, damals gab es noch keine CDs…) fand. Natürlich ging ich sofort in die Küche, wo ein Kassettenrecorder stand. Dort steckte ich besagte MC – Musikkassette – ein und lauschte. Was ich hörte, waren wunderbare Klänge von Wham (”Wake me up before you go-go“ und “Club Tropicana“), Earth, Wind and Fire (“Ladies’ Night”), Tina Charles (“I love to love”) und Jimmy Cliff (“Reggae Night”). Mir fiel sofort mein Spanienurlaub mit meiner Freundin Steffi ein, wo wir Tag und Nacht nur Party gemacht haben. Ich erinnerte mich aber auch an meinen mehrwöchigen Elba-Urlaub, wo ich in der Surfschule meines Onkels mithalf. Das war 1986 oder 87. Und während ich mir die Musik anhörte, fielen mir immer neue Lieder ein, die ich schon lange nicht mehr gehört hatte. So kramte ich als ehemaliger Abbafan meine alten Abba-Kassetten heraus und schwelgte in Erinnerungen. Und wie es so ist: man kommt vom Hundertsten ins Tausendste. Ich dachte an die damalige Mode – angefangen mit den Indiankleidern, die ich in allen Farben und Mustern hatte, über pinkfarbende Leopardenhosen bis hin zu Glitzerkleidern und –pullis. Alles war dabei. Ja, und dann erinnerte ich mich daran, als meine Mutter immer für uns kochte. Was liebte ich am meisten? Dampfnudeln mit Vanillesoße! Die gab’s immer, wenn ich Geburtstag hatte. Aber auch die Kasspatz’n meiner Mutter waren nicht zu verachten. Zu den ersten Küchenutensilien, die ich mir zulegte, als ich auszog, zählte der Spätzlehobel. So waren wenigstens meine Kasspatz’n gesichert, wenn ich nun selbst am Herd Stellung beziehen musste. Und das tat ich oft. Und als ich 1992 mit Freundinnen einen Sprachkurs in Salamanca besuchte, veranstalteten wir mit spanischen Freunden und Freundinnen an zwei Abenden ein gemeinsames Abendessen. An einem Abend kochten uns die Spanier eine typisch spanische Paella. Ja, und am nächsten Abend zauberten wir Kasspatz’n mit grünem Salat. Natürlich hatten wir keinen Spätzlehobel zur Hand – wer reist schon ständig mit einem Spätzlehobel im Gepäck? Aber ich hatte einmal von einer anderen Technik gehört: So strichen wir einfach den Teig auf ein Schneidebrett (ca. 1 cm dick) und „schabten“ mit dem Messer kleine Teigfetzen ins kochende Wasser. Es war anstrengend, aber es gelang uns. Und unsere Freunde kamen in den Genuss von frischen, hausgemachten Kasspatz’n. Ja, eine schöne Erinnerung.. - Zeit für mich "Snap" aufzulegen – „Rhythm ist a Dancer“ – das hörten wir nämlich damals ständig...